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Lokalsport
Dormagener Blackout gibt immer noch Rätsel auf

Dormagen. Alexander Koke ist eine ehrliche Haut. Deshalb gibt der Spielertrainer des TSV Bayer Dormagen auch fünf Tage nach dem 23:31-Debakel des Handball-Drittligisten gegen die HSG Lemgo II unumwunden zu: "Eine richtige Erklärung dafür habe ich immer noch nicht." Von Volker Koch

Dabei hat er in Analysen und vielen Gesprächen versucht, dem kollektiven Blackout auf die Spur zu kommen. Fest steht für ihn inzwischen, "dass ein Großteil der Spieler individuell eine dürftige Leistung" abgerufen hat. Das, will der 37-Jährige festgehalten wissen, könne durchaus einmal passieren: "Wir arbeiten mit Menschen und nicht mit Maschinen. Und wir arbeiten mit einem sehr jungen Team, da muss man immer mit Überraschungen rechnen."

Die mangelnde Leistung ist freilich nur die eine Seite der Medaille. Warum "das ganze Spiel dann so emotionslos abgelaufen ist", das versteht Koke bis heute nicht. Ihm hat die dritte Saisonniederlage jedenfalls etwas aufgezeigt, was er laut eigener Aussage von Anfang an wusste: "Dass wir in dieser Saison kein Spitzenteam sind." Vielleicht hätten das jetzt auch die eingesehen, die sich irgendwelchen Träumereien hingegeben hätten. "Wir können um die Plätze drei bis sechs mitspielen, das ist unsere Kragenweite", sagt Koke, "und wenn wir da am Ende landen, dann war diese Saison ein Erfolg."

Freilich weiß auch er, dass ein Team mit diesem Anspruch gegen einen Aufsteiger tunlichst gewinnen sollte: "Das muss auch unser Ziel sein", sagt er vor der Partie bei der Ahlener SG, die morgen um 18 Uhr in der Friedrich-Ebert-Halle angepfiffen wird. Koke weiß auch, was seine Schützlinge dort erwartet: "Da ist es voll, da ist es laut. Und die Ahlener werden alles daran setzen, uns zu schlagen."

Allerdings wartet der Neuling seit fünf Spieltagen auf einen Sieg, ließ aber zuletzt mit zwei knappen Niederlagen gegen die im Gleichschritt marschierenden Spitzenreiter durchaus aufhorchen: Gegen Neuss gab es ein 23:26, beim 30:31 in Hagen schrammte die SG hauchdünn am Punktgewinn vorbei, war sie sieben Minuten vor Schluss durch den Erstliga-erfahrenen Kevin Wiegers mit 29:28 in Führung gegangen. "Wir sind gewarnt", sagt Koke.

Quelle: NGZ
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