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Lokalsport
Dormagener stehen in Erlangen kurz vor der Überraschung

Dormagen. Handball gestern Abend: TSV Bayer Dormagen entscheidet bei der 25:28-Niederlage die zweite Halbzeit mit 14:11 für sich. Von Volker Koch

So schwer hat dem HC Erlangen schon lange keiner mehr das Leben in eigener Halle gemacht wie der TSV Bayer Dormagen am gestrigen Abend: Hatte der Bundesliga-Absteiger seine bisherigen Heimspiele im Schnitt mit einer Tordifferenz von 8,6 Treffern für sich entschieden, reichte es diesmal für den Tabellenzweiten vor 2376 Zuschauern in der Arena Nürnberg nur zu einem 28:25-Sieg (Halbzeit 18:11).

Und es wäre sogar noch mehr drin gewesen für den Tabellenvorletzten. "Als wir uns bis auf zwei Tore herangekämpft hatten, haben Kleinigkeiten zugunsten von Erlangen entschieden", schilderte Trainer Jörg Bohrmann die entscheidende Phase. Johnny Eisenkrätzer hatte die Gäste, die zwischenzeitlich schon mit acht Treffern im Hintertreffen gelegen hatten (12:20, 34.), beim 21:23 (49.) wieder auf Schlagdistanz herangebracht, Jo-Gerrit Genz fünf Minuten später noch einmal auf 23:25 verkürzt. Doch die Hausherren erkämpften sich zwei Abpraller und zogen so wieder auf 27:23 (55.) davon.

Alexander Kübler und Peter Strosack, der anderthalb Minuten vor Schluss zum 25:28-Endstand traf, sorgten mit ihren Treffern dafür, dass die Dormagener die zweite Halbzeit mit 14:10 für sich entschieden. "Das musst du in Erlangen erst einmal schaffen", meinte Bohrmann, "das war richtig gut und müsste den Jungs auch endlich Selbstvertrauen geben." Hätten seine Schützlinge nicht die Anfangsphase (2:7, 8. nach 2:1-Führung) und die letzten sechs Minuten vor der Halbzeitpause, als aus einem 10:13 ein 11:18-Rückstand wurde, verschlafen, wäre sogar eine Überraschung möglich gewesen.

Und das, obwohl die Erlanger ihre letzte Heimniederlage vor acht Monaten gegen den THW Kiel kassiert und sich seither nur beim 25:24 gegen die HG Saarlouis schwer getan hatten. Um so bemerkenswerter, als die Dormagener nur mit acht Feldspielern gereist waren, von denen Maximilian Bettin mit 8/5 Toren bester Werfer vor Alexander Kübler (5) und Peter Strosack (4) war, die besten Noten sich in den Augen von Jörg Bohrmann allerdings der auf der Mittelposition klug Regie führende Johnny Eisenkrätzer (3) verdiente. Die restlichen Tore erzielten Mikk Pinnonen (2), Jo-Gerrit Genz, Robin Doetsch und Pascal Noll (alle 1). Beste Torschützen auf Seiten der Hausherren waren Nico Theilinger und Jonas Thummler mit jeweils fünf Treffern. Dritte Liga West In seinem Gastspiel beim Leichlinger TV verspielte Drittligist Neusser HV gestern Abend eine 19:14-Halbzeitführung und kassierte mit dem 27:32 seine zweite Niederlage nach zuvor drei Siegen in Folge.

Quelle: NGZ
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