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Lokalsport
"Dreispringer" Kleinkorres feiert zwei Siege

Neuss. Am letzten Tag der Hamburger Derbywoche galoppieren American Day und Matchwinner zum Erfolg. Von Klaus Göntzsche

Innerhalb von einer guten Stunde hat der Neusser Galoppertrainer Axel Kleinkorres am letzten Tag der Derbywoche auf der Galopprennbahn in Hamburg-Horn zwei Rennen gewonnen. Es begann mit dem Sieg des fünfjährigen Wallachs American Day, den Jockey Ian Ferguson zu einem mit bloßem Auge nicht erkennbaren knappen Erfolg ritt.

Auf schwerem Geläuf kam das Pferd von Erika Ulbricht wie gewohnt "angeflogen" und sicherte die Prämie von 6000 Euro. Es war der vierte Sieg beim elften Start in diesem Jahr, dazu kommen sechs Plätze. Das nennt man Zuverlässigkeit in Reinkultur, zudem hat der Wallach hat auch die bei den Sandbahnstarts gezeigte Unart abgelegt, zeitig das schnelle Laufen einzustellen. Die Besitzer verfolgten das Rennen zu Hause in Neuss.

Der Trainer eilte von der Siegerehrung direkt zum Satteln seines Schützlings Matchwinner, den Stephen Hellyn im folgenden Rennen ritt. Das war zwei Klassen höher angesiedelt und deshalb gab es für den Sieg auch 12.000 Euro. Ähnlich wie American Day fühlte sich auch Matchwinner auf dem schweren Horner Moorgeläuf pudelwohl. Es war auch wenig Zittern angesagt, denn Matchwinner siegte mit klarem Vorsprung. Sechster Sieg beim elften Start - auch diese Bilanz kann sich sehen lassen für das Pferd von Besitzer Jens Schwarma, der wie Kleinkorres aus dem Traberlager kommt. Kleinkorres will mit dem Pferd in ähnlichen Rennen weitermachen, obwohl Matchwinner durchaus in Rennen der Europa-Gruppe III startberechtigt wäre. Dazu der Trainer: "Das sind immer schwere Rennen und dort 12.000 Euro zu gewinnen ist nicht einfach." Jockey Stephen Hellyn musste für den Ritt 52,5 Kilogramm auf die Waage bringen, deshalb kam auch Stalljockey Ian Ferguson mit seinem Minimalgewicht von 55 Kilogramm nicht infrage. Hellyn begab sich unmittelbar nach der Siegerehrung an den Bratwurststand und stillte den Hunger. Zum Rennen sagte er: "Wir waren sehr früh in Front. Ich hatte ein wenig Bedenken, dass Matchwinner seine Arbeit als erledigt betrachtete." Drei Stunden später ritt er im 14. Deutschen Derby den Außenseiter Licinus, dafür waren 58 Kilogramm gefragt - das ging auch mit der Bratwurst. Licinus war im populärsten deutschen Rennen allerdings früh und weit geschlagen und trudelte als 17. und damit Drittletzter durchs Ziel.

Axel Kleinkorres erfreute sich an den beiden Hamburger Erfolgen, Matchwinner war das schon 2015 dort gelungen. Besonders aber war der fast allen Sportarten aufgeschlossene Trainer über den Europameister-Titel des Dreispringers Max Hess mit der Weite von 17,20 Metern begeistert. Kleinkorres betrieb in seiner Heimat Dinslaken diese Sportart, brachte es als Jugendlicher 1974 immerhin auf eine Weite von über 13 Metern und wurde nur durch eine Verletzung an der Fortsetzung gehindert. Das kommentierte er mit dem ihm eigenen Humor: "Für die Olympischen Spiele 1976 hätte es noch nicht gereicht und 1980 in Moskau sind wir ja nicht angetreten."

Quelle: NGZ
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