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Handball
"Dürfen nicht in Träumereien verfallen"

Handball: "Dürfen nicht in Träumereien verfallen"
Hat bislang viel zum geglückten Saisonstart der Dormagener Handballer beigetragen: Torhüter Sven Bartmann steht nach den ersten beiden Saisonspielen mit 25 gehaltenen Bällen in der Statistik verzeichnet. FOTO: H. J. Zaunbrecher
Dormagen. Bayers Handball-Geschäftsführer Björn Barthel warnt vor Euphorie, hofft aber auf "viele Fans" im nächsten Heimspiel. Von Volker Koch

Nein, die aktuelle Tabelle der Zweiten Handball-Bundesliga hat sich Björn Barthel nicht eingerahmt über seinen Schreibtisch gehängt. "Das ist nur eine Momentaufnahme, aber eine schöne", sagt der Handball-Geschäftsführer des TSV Bayer Dormagen mit Blick auf den zweiten Tabellenplatz, den der von den meisten "Experten" als einer der ersten Abstiegskandidaten angesehene Vorjahresaufsteiger nach dem zweiten Spieltag und seinen Siegen über Neuling TuS Ferndorf (37:25) und Erstliga-Absteiger SG Bietigheim (25:23) einnimmt.

Parallelen zu den Rimparer Wölfen drängen sich geradezu auf. Die hatten in ihrer ersten Zweitliga-Saison auch bis zuletzt gegen den Abstieg gekämpft, waren vor Jahresfrist mit einem 32:25-Erfolg in Dormagen gestartet und hatten dem sechs weitere Siege folgen lassen. Am Ende wurden sie Fünfter. "Wir dürfen jetzt nicht in Träumereien verfallen", schmettert Barthel allzuhochfliegende Erwartungen ab.

Gleichwohl hofft er mit Blick auf das nächste Heimspiel am Samstag (19 Uhr) gegen den gleichfalls mit zwei Siegen gestarteten Wilhelmshavener HV (gewann die Aufsteigerduelle in Springe/31:27 und gegen Hagen/32:29) auf ein bisschen Euphorie unter den Handballfans in der Region: "Es wäre schön, wenn wir mindestens so viele Zuschauer hätten wie gegen Ferndorf." Zum Saisonauftakt waren zum "Spieltag des Ehrenamts" 1715 Besucher in der Halle. "Die Konstellation könnte kaum besser sein", sagt Barthel, "und die Jungs haben die Unterstützung auch wirklich verdient." Denn er hat in den beiden Auftaktpartien eine "deutliche Weiterentwicklung" bei der jungen Mannschaft ausgemacht, "vor allem im Mentalen. Vor einem Jahr hätten wir solch ein Spiel wie in Bietigheim noch klar verloren." Auch die "Bietigheimer Zeitung" attestiert den Gästen "Übersicht und Nervenstärke" - nicht unbedingt die Eigenschaften, die die Dormagener in den meisten Auswärtsspielen der vergangenen Saison auszeichneten. Den Grundstein zu den Erfolgen legte der TSV beide Male in der Deckung im Verbund mit einem starken Sven Bartmann zwischen den Pfosten. 48 Gegentreffer in zwei Spielen sprechen eine deutliche Sprache, zum Vergleich: In den 38 Spielen der vergangenen Saison kassierten sie im Schnitt 26,9 pro Partie.

Das alles sind Eigenschaften, die sie auch am Samstag vor heimischer Kulisse gut gebrauchen können. "Wilhelmshaven wird nach hier kommen, um zu gewinnen", mutmaßt Barthel. In der Tat schwimmen die Norddeutschen auf einer Euphoriewelle, haben jetzt Saison-übergreifend 35 Punktspiele in Folge nicht verloren und dabei nur einen Zähler (32:32 gegen die HSG Krefeld am letzten Spieltag der Saison 2013/14 abgegeben. Ihre letzte Niederlage datiert vom 20. April 2014, als sie mit 27:29 beim TV Korschenbroich den Kürzeren zogen.

Quelle: NGZ
 
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