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Eagles stehen jetzt mit dem Rücken zur Wand

Lokalsport: Eagles stehen jetzt mit dem Rücken zur Wand
Lange Gesichter bei den Crash Eagles: im ersten Duell um die Deutsche Meisterschaft im Skaterhockey gab es eine bittere Niederlage. Jetzt sind die Kaarster nächsten Samstag im Zugzwang und müssen bei den Samurai Iserlohn unbedingt gewinnen. FOTO: A. Tinter
Kaarst. Im ersten Spiel der Play-Off-Finalserie um die Deutsche Skaterhockey-Meisterschaft unterliegen die Kaarster Samurai Iserlohn mit 4:11. Von Sophie Rhine

Einen Abend zum Vergessen erlebten die Skaterhockey-Fans am Samstag in der Kaarster Stadtparkhalle: Die Crash Eagles mussten sich am Ende mit 4:11 deutlich den Samurai Iserlohn geschlagen geben und stehen im Kampf um die Deutsche Meisterschaft nun mit dem Rücken zur Wand.

"Das war heute unser schlechtes Spiel in der gesamten Saison", sagte Trainer Georg Otten nach der Pleite bedient. "Eine absolut verdiente Niederlage, bei uns hat heute aber auch gar nichts zusammengepasst." Besonders in der Offensive haperte es bei den Adlern: "Wir haben unsere Chancen überhaupt nicht nutzen können", kritisierte Otten. "Klar, das lag auch an der starken Leistung von Iserlohn, man ist immer nur so stark, wie der Gegner es zulässt, aber wir können das eindeutig besser." Vor vollen Rängen lieferten sich die beiden Mannschaften zunächst einen offenen Schlagabtausch, trotz der schwachen Leistung hatten die Eagles bis Ende des zweiten Drittels noch die Möglichkeit, die Partie zu drehen. Doch mit einer starken Torhüterleistung und schnellen Kontern entschieden die Samurai das Duell schließlich klar für sich.

Nach sechs Minuten jubelten die Gästefans bereits zum ersten Mal, knapp zwei Minuten später erhöhte Marius Riepe in Überzahl auf 2:0. Zwar brachte Top-Scorer Timo Dietrich die Eagles kurz vor der Pause mit zwei Treffern wieder auf 2:3 ran, aber Iserlohn gelang noch ein Tor in den letzten Sekunden. Das zweite Drittel bot kaum Höhepunkte, für die Gäste traf Pascal Neumann, Ivo Puhle stellte den alten Abstand wieder her. Die Adler waren jetzt zwar besser im Spiel, brachten jedoch nichts Zählbares zustande. Gleich dreimal waren die Gastgeber nach einer Zeitstrafe für die Samurai in Überzahl, konnten jedoch kein Kapital daraus schlagen. Doch mit 3:5 schien fürs letzte Drittel noch was drin zu sein - jedoch nur theoretisch. Denn Tim Linke beendete die Träume der Eagles mit einem Doppelschlag zum 7:3 innerhalb von zwölf Sekunden. Zwar warfen die Kaarster noch mal alles nach vorne, mussten nach dem 4:7 durch Felix Wuschech jedoch die nächsten beiden Gegentreffer in nur vier Sekunden hinnehmen. Das Resultat war Resignation und einige unnötige Frustfouls, die der Gegner umgehend beantwortete, was sich in zahlreichen Zeitstrafen und Spielunterbrechungen zeigte. Zwar zeigten die Fans mit Gesängen der Mannschaft ihre Unterstützung, die deutliche Niederlage war aber nicht mehr zu verhindern. "Das war viel zu wenig heute", sagte Otten. Nächsten Samstag müsse jetzt eben ein Sieg in Iserlohn her: "Wir dürfen den Kopf nicht hängenlassen. Wir sind jetzt zwar krasser Außenseiter, aber es ist noch möglich."

Quelle: NGZ
 
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