| 22.57 Uhr

Schützenbruderschaft zeichnet ihren Präses aus
Ehrenschild für Pfarrer Schubert

Die St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft Liedberg stellte ihr Patronatsfest am Wochenende unter einen besonders festlichen Akzent: Es galt im würdigen Rahmen das 25-jährige Präses-Jubiläum von Pfarrer Georg Schubert mit Festgottesdienst in der Pfarrkirche und Festakt im historischen Vennen-Saal zu feiern. Den Festgottesdienst zelebrierte in der gut besuchten Pfarrkirche der Bundespräses der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften, Prälat Dr. Heiner Koch. Festgottesdienst mit anschließendem Festakt: Im Mittelpunkt stand Pfarrer Georg Schubert (2..v..r.), der sein 25-jähriges Präses-Jubiläum feierte. Zu den Gratulanten gehörten Brudermeister Heribert Blankenstein (r.), Bezirksbundesmeister Horst Thoren, Ehrenbrudermeister Heinz Schriedels und Prälat Dr..Heiner Koch (v..l.). NGZ-Foto: H. Jazyk

Anschließend führte General Hans Dieter Hoster das bruderschaftliche Regiment nebst Ehrengästen mit Musik den "Lied-Berg eerop" zur Gaststätte Vennen, wo der eigentliche Festakt für den in Liedberg beliebten Geistlichen von Brudermeister Heribert Blankenstein abgewickelt wurde. Hierzu konnte der Brudermeister neben Bezirksbundesmeister Horst Thoren (Korschenbroich), das noch regierende Königspaar Peter und Inge Koch, auch Ehrenbrudermeister Heinz Schriedels sowie Ehrenmitglied der Bruderschaft, Graf von Spee begrüßen. Der Geehrte, Pfarrer Georg Schubert, in Bruderschaftskreisen dafür bekannt, dass er ungern im Mittelpunkt öffentlicher Ereignisse steht, nahm den Festakt sichtlich verlegen hin.

Der Anno 1925 im Münsterland geborene Geistliche empfing 1955 im Kloster "Maria Wald", das dem Orden der "Zisterzienser der strengen Observanz" angehört (Trappisten) die Priesterweihe. Georg Schubert blieb bis 1971 im Kloster und trat dann eine Kaplanstelle in der Pfarre St..Paul (Rheydt-Mülfort) an. 1975 kam er dann als Pfarrverwalter nach Liedberg und wurde im Januar 1976 zum Bruderschaftspräses gewählt. Es war die "Regierungszeit" von Schützenkönig Heinz Erkes (Steinhausen) und die Wahl von Heinz Schriedels zum neuen Brudermeister.

In seiner Laudatio machte Heribert Blankenstein deutlich, dass es nur der Geehrte schaffte, das Amt des Präses 25 Jahre lang auszuüben. Keiner der elf Vorgänger seit dem Bestehen der Bruderschaft (1865) meisterte diese Rekordzeit. Nur drei Pfarrherren überschritten die 20-jährige Amtszeit. Übrigens, erst 1979 übernahm Georg Schubert das Amt des Pfarrers in der Liedberger Kirchengemeinde. Gehörte in der früheren Zeit der Präses dem engeren Vorstand der Bruderschaft an, obliegt ihm seit vielen Jahren die Wahrung geistiger, kirchlicher und kultureller Aufgaben der Bruderschaft. "Diesen Aufgabenbereich", so der Brudermeister, "verstand unser Präses in vorzüglichster Weise und zur Freude aller Bruderschaftler zu erfüllen." Zu seiner Überraschung wurde ihm vom Prälat Dr. H. Coch, assistiert von Bezirksbundesmeister Horst Thoren, das nur höchst selten verliehene "St.-Sebastianus-Ehrenschild für Präsides" angeheftet.

Als Zugabe erhielt er von der Liedberger Bruderschaft die Neuauflage der "Liedberg-Historie". "Da der Geehrte an sich", so der Brudermeister, "persönliche Geschenke ablehnte, erinnerte sich der Vorstand an des Geistlichen gehegtes Lieblings-Hilfsobjektes ,Haiti'." Es wurden Spenden gesammelt für die Ärmsten der Armen auf "Haiti". Der künftige Königszug "Brave Jonge" brachte anlässlich einer 40-jährigen Bestehens 1.300 Mark zusammen. Hinzu kommt der Reinerlös des bruderschaftlichen Fußballturniers und die noch ausstehende Sammlung während des Festgottesdienstes und im Saale Vennen. Nach dem gelungenen Festakt begann dann das seit vielen Jahren beliebte Familienfest anlässlich des Patronatsfeste, bei dem viele Liedberger, Steinhausener und Drölsholzer in bester Stimmung vereint waren. pm

 
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