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Lokalsport
Ein halbes Dutzend peilt den Meistertitel in der Bezirksliga an

Lokalsport: Ein halbes Dutzend peilt den Meistertitel in der Bezirksliga an
Mit Vollgas in die Landesliga: Die Aufstiegsfrage gestaltet sich in dieser Saison höchstwahrscheinlich spannender als zuletzt. Gute Chancen können sich auch Alexander Cule (r.) und seine SG Kaarst ausrechnen, die eine erfahrene Truppe ins Rennen schickt. FOTO: a. woitschützke (4), privat (2), , G. salzburg, s. köppen (1), m. reuter (1), h. jazyk (1)
Rhein-Kreis. Mit einem Lokalduell beginnt morgen um 19.30 Uhr in Holzheim eine unberechenbare Spielzeit. Von Christos Pasvantis

Wenn die Bezirksliga-Saison 2015/16 in Gruppe 4 morgen um 19.30 Uhr mit dem Heimspiel von Aufsteiger Holzheimer SG gegen den SC Kapellen II startet, beginnt eine Fahrt ins Ungewisse. Zum einen, weil mit der DJK/VfL Willich, dem SSV Strümp, dem SC Schiefbahn und dem TSV Meerbusch II vier neue Teams aus dem Kreis Kempen/Krefeld hinzustoßen, über die bei den acht Vertretern des Rhein-Kreises wenig bis gar nichts bekannt ist. Zum anderen, weil sich im Aufstiegskampf mindestens sechs Mannschaften berechtigte Hoffnungen auf die Meisterschaft machen dürfen. Nicht zu vergessen: Auch der Vizemeister kann sich nach Saisonende über die neu eingeführte Relegation für die Landesliga qualifizieren.

Gar nicht unwahrscheinlich ist, dass am Ende eine Zweitvertretung den Aufstieg schafft. Vor allem der Reserve des SC Kapellen trauen die Trainer einen Aufstieg zu, nachdem der SCK sich sowohl aus der Erstvertretung als auch aus der A-Jugend verstärkte. Sein rasanter Tempofußball hatte Trainer Torsten Müllers im Vorjahr zu Platz zwei geführt. Den hatte zuvor lange die Zweitvertretung des 1. FC Mönchengladbach inne, der natürlich auch von der in die Oberliga aufgestiegenen ersten Mannschaft und der bereits im zweiten Jahr in der Bundesliga West kickenden A-Jugend profitiert. Vizemeister wurde in der Bezirksliga-Gruppe1 auch der TuS Bösinghoven II, der nach der Vereinsfusion mit dem ASV Lank nun als TSV Meerbusch II mit gehörig Rückenwind in die Saison geht.

Nachdem sich die SG Kaarst über Jahre konstant weiterentwickelt hat und mittlerweile ein fester Bestandteil der Liga-Spitzengruppe ist, wäre ein Angriff auf Platz eins dort die logische Konsequenz. So spielt die Truppe von Dirk Schneider den vielleicht reifsten Fußball der Liga, im 26 Mann starken Kader mangelt es an nichts. Will man Meister werden, dürfte Kaarst also das Team sein, das es zu schlagen gilt.

Für Absteiger Dormagen dürfte dieser Schritt noch ein oder zwei Jahre zu früh kommen. Im Team wurden schon in der vergangenen Rückrunde die Weichen für eine dringend notwendige Kaderverjüngung gestellt. Entwickelt sich das hochtalentierte Team wie geplant, zählt es schon bald zu den unangenehmsten Gegnern der Liga. Diesen Umbruch hat der SV Lürrip ein Jahr nach dem Abstieg bereits hinter sich, verstärkte sich im Sommer ordentlich und darf im Kreis der Titelanwärter daher nicht unterschätzt werden.

Genannt werden muss in diesem Zusammenhang auch die DJK Gnadental, deren Offensivspiel durch Spielmacher Salva Franciamore und Stürmer Maik Ferber auf ein völlig neues Niveau gehoben wurde. Bleiben die vier aus Nievenheim gekommenen Routiniers fit, ist mit Gnadental zu rechnen.

Mehr als Mittelfeld ist bei dieser Konkurrenz für Landesliga-Absteiger SV Uedesheim da wohl nicht drin. Nach einem wahren Ausverkauf muss Trainer Guido Kopp vor allem die Defensive völlig neu strukturieren. Auch der TuS Grevenbroich wird sich hinten anstellen müssen, zumal die Vorbereitung mehr als dürftig verlief. Qualität gibt der Kader zwar nach wie vor her, von der Spitzengruppe wird man sich aber wohl verabschieden müssen. In einem Atemzug mit diesen beiden Vereinen ist die SG Rommerskirchen/Gilbach zu nennen, die ihr Potenzial mit Rückrundenplatz fünf andeutete. Wenn Neu-Coach Oliver Lehrbach seine Schützlinge bei Laune hält, müssen sie sich spielerisch vor niemanden verstecken.

Läuft es für alle Kreisvertreter wie erwartet, muss einzig die Holzheimer SG um den Klassenverbleib zittern. Beim Aufsteiger wird ebenfalls ein kleiner Umbruch vollzogen, die mangelnde Erfahrung könnte der HSG am Ende fehlen. Die Konkurrenz dürfte vornehmlich aus Mönchengladbach und Krefeld kommen: Blau-Weiß Meer, der SC Schiefbahn und der Polizei SV Mönchengladbach bewiesen bereits im knüppelharten Abstiegskampf des Vorjahres, dass sie wissen, worauf es ankommt, die Sportfreunde Neuwerk sind nach einem mehr als souveränen Aufstieg nicht zu unterschätzen. Wo sich die völlig neu zusammengewürfelten Willicher einordnen, ist fraglich. Vermutlich werden sie es gemeinsam mit Aufsteiger SSV Strümp nicht leicht haben.

Quelle: NGZ
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