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Ein Hauch von großem Turf in Neuss

Lokalsport: Ein Hauch von großem Turf in Neuss
In Düsseldorf hat Noor Al Hawa zwei Europa-Gruppen-Rennen gewonnen, darunter den Großen Preis der Landeshauptstadt im jahre 2016 (Foto). Am Dienstag startet der fünfjährige Hengst beim Renntag in Neuss. FOTO: Klaus-Jörg Tuchel
Neuss. Noor Al Hawa testet am Dienstag auf der Bahn am Hessentor seine Form für das Derby von Katar. Von Klaus Göntzsche

Wenn am Dienstag ab 16.55 Uhr auf der Neusser Galopprennbahn die acht Rennen bis 20.25 Uhr gestartet werden, dann ist wieder einmal ein Hauch der großen weiten Welt dieses Sports auf dem Hippodrome am Hessentor präsent. Zudem weit über die Grenzen der Stadt beachtet durch die Live-Übertragungen in rund 100 Wettshops in Frankreich, der Westschweiz und Teilen des Baskenlandes.

Der Grund für das internationale Interesse trägt den Namen Noor Al Hawa. Das ist ein fünffacher Sieger aus dem Stall von Spitzentrainer Andreas Wöhler in Gütersloh-Spexard. Der jetzt fünfjährige Hengst zählte in den vergangenen Jahren zu den besten Meilenpferden in deutschen Rennställen, auch mit internationalen Meriten. Wöhler hat dieses Pferd bei einer Trainer-Umfragedes Fachblattes Galopp Intern vor zwei Jahren als seinen besten Dreijährigen bezeichnet.

Mit Jockey Jozef Bojko im Sattel läuft Noor Al Hawa im vierten der insgesamt acht Rennen um 18.25 Uhr im Wettstar.de-Rennen um die Siegprämie von 1500 Euro über 1500 Meter gegen acht chancenlose Gegner. Der Vierbeiner absolviert in Neuss seine Generalprobe für das Gruppe I-Rennen um die HH. The Emirs-Trophy am 24. Februar im Al Rayan Park von Doha in Katar. Im gleichen Rennen belegte er im Vorjahr den zweiten Platz. Dafür gab es umgerechnet 210.000 Euro als Prämie. In seiner Laufbahn hat der Hengst insgesamt 640.813 Euro gewonnen. Zu den herausragenden Ergebnissen zählen zwei Siege in Europa-Gruppe-Rennen 2016 in Düsseldorf und der Erfolg im Katar-Derby. Das Pferd gehört seit November 2016 der japanischen Al Wasmiyah-Farm, hochpreisig aus dem Eigentum des bei Wöhler seit Jahren als Besitzer im Stall präsenten Arabers Jaber Abdullah erworben.

Wenn etwas bundesweit noch ein Alleinstellungsmerkmal der Neusser Rennbahn ist, dann der seit 1961 ausgetragene Wettbewerb um den Preis der Buchmacher Albers & Sieberts Perlenkette. Trotz aller Versuche anderer Veranstalter ist das Schmuckstück weiterhin begehrt und im ersten der drei Rennen sind auch zwölf Pferde am Start. Mit der in Dormagen wohnenden Olga Laznovska (2012) und der seit Kurzem in Lohmar ansässigen Lena-Maria Mattes (2014) sind zwei Siegerinnen der Vergangenheit dabei. Beide auf chancenreichen Pferden: Olga Laznovska reitet Power Star, Lena-Maria Mattes sitzt im Sattel von Flying Gina. Die amtierende Amateur-Championesse Lilli-Mari Engels aus Warendorf ist für die vierjährige Stute Alte Lady England gebucht und die 2017 im Deutschen Derby in Hamburg reitende Sibylle Vogt (Platz 14 mit Sternkranz) hat Al Malek unter dem Sattel.

Mit fünf Siegen in den Jahren 1984, 85, 88,91 und 1992 ist die 54-jährige Vicky Furler erfolgreichste Reiterin dieses Wettbewerbs, den einst der Neusser Geschäftsführer Harald von Gustedt erfand.

Quelle: NGZ
 
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