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Ein "Neusser" steht im Halbfinale

Lokalsport: Ein "Neusser" steht im Halbfinale
Stehen sich heute in einem Duell der Landsmänner im Halbfinale des ITF-Turniers im Kaarster Tespo-Sportpark gegenüber: Botic van de Zandschulp und Igor Sijsling (v.l.). FOTO: C. Wessel
Kaarst. Botic van de Zandschulp trifft beim ITF-Turnier im Kaarster tespo-Sportpark heute ab 13 Uhr auf seinen Landsmann Igor Sijsling. Von Volker Koch

Das Glück des Botic van de Zandschulp ist das Pech des TC Blau-Weiss Neuss. Der hätte seinen Spitzenspieler nämlich gerne im heutigen Gipfeltreffen der Tennis-Niederrheinliga gegen den TC Bredeney eingesetzt, das ab 17 Uhr in der BW-Halle im Jahnstadion ausgetragen wird - schließlich könnten die Neusser, wenn die Konkurrenz zu ihren Gunsten spielt, mit einem Sieg bereits am vorletzten Spieltag Meister werden.

Doch Botic van de Zandschulp ist unabkömmlich. Der 22 Jahre alte Niederländer steht nämlich im Halbfinale des ITF-Turniers, das morgen ab 13 Uhr mit dem Endspiel im Kaarster Tespo Sportpark zu Ende geht. Sein Gegner ist ein Mann, den er gewiss zu seinen Vorbildern zählt. Schließlich war Igor Sijsling, sein acht Jahre älterer Landsmann, mal die Nummer 55 der Weltrangliste und gehörte zum festen Inventar des niederländischen Daviscup-Teams, in das van de Zandschulp ebenfalls schon reinschnuppern durfte. Eine lange Verletzungspause hat ihn bis auf Rang 520 abrutschen lassen.

Trotzdem geht er heute ab 13 Uhr als leichter Favorit in die Partie gegen seinen um 66 Plätze besser gestellten Landsmann. Wobei Botic van de Zandschulp, im Sommer Leistungsträger und Publikumsliebling beim direkten Wiederaufstieg des TC Blau-Weiss Neuss in die Bundesliga, bei den "Kirschbaum International powered by Neusser Reha" bislang einen souveränen Eindruck hinterlassen hat. Im gestrigen Viertelfinale fertigte er Mick Lescure in gerade mal 57 Minuten mit 6:2, 6:2 ab - dabei hatte der Franzose in Runde eins den top-gesetzten Argentinier Juan Pablo Ficovich aus dem Rennen geworfen. Igor Sijsling tat sich da schon etwas schwerer im Duell mit seinem an Vier gesetzten Landsmann Boy Westerhof: Eine Stunde und 44 Minuten dauerte es, bis sein 7:6, 7:5-Sieg feststand. Wesentlich umkämpfter war das dritte Viertelfinale am gestrigen späten Nachmittag: Der Franzose Sebastien Boltz, erst über die Qualifikation ins Hauptfeld gelangt, dort aber Endstation für den an zwei gesetzten Tschechen Petr Michnev, setzte sich gegen den für GW Mannheim in der Bundesliga spielenden Robin Kern nach zweieinhalb Stunden mit 6:3, 6:7, 6:3 durch. Sein Gegner heißt Marvin Möller: das Jungtalent setzte sich gestern Abend im "Spiel des Tages" mit 1:6, 6:4, 6:2 gegen Bundesliga-Routinier Peter Torebko durch. Im Doppel mit Boy Westerhof schied Botic van de Zandschulp aus: Im Halbfinale verlor er mit 5:7, 6:4, 8:10 gegen die Franzosen Remi Boutillier und Hugo Voljaques. Die treffen im heutigen Finale auf Kai Lemstra und Christoph Negritu.

FOTO: Claus Wessel
Quelle: NGZ
 
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