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Ein Spitzenspiel, das diesen Namen verdient

Lokalsport: Ein Spitzenspiel, das diesen Namen verdient
Entwischt: Der Hagener Pavel Prokopec (l.) kann Alexander Kübler nicht mehr am Torwurf hindern. Auf die Achse aus dem Dormagener Rückraum zum Kreisläufer will Eintracht-Coach Lars Hepp heute besonderes Augenmerk richten. FOTO: HJZ
Dormagen. In einem sind sich beide Trainer einig: "Das ist ein Spiel, auf das man sich nur freuen kann", sagen Alexander Koke und Lars Hepp vor dem Drittliga-Gipfel zwischen dem TSV Bayer Dormagen und VfL Eintracht Hagen heute ab 20 Uhr. Von Volker Koch

Von Euphorie war lange nichts zu spüren rund um den Dormagener Handball. Wie denn auch, stand in den vergangenen zwei Spielzeiten doch der nackte Kampf um die (Zweitliga-)Existenz im Vordergrund beim TSV Bayer - mal mit, mal ohne glücklichen Ausgang.

Von Euphorie will Alexander Koke mit Blick auf die Partie gegen den VfL Eintracht Hagen, die heute um 20 Uhr von den Schiedsrichtern Tobias Marx und Falko Pühler im Bayer-Sportcenter angepfiffen wird, auch nichts wissen: "Ob das wirklich ein Spitzenspiel ist, wird die Saison zeigen." Doch für den Dormagener Spielertrainer, der wegen seiner Bauchmuskelzerrung noch nicht weiß, ob er heute auch als Spieler dabei sein kann, steht fest: "Ich freue mich auf dieses Spiel."

Das hat der 37-Jährige mit seinem ein Jahr älteren Kollegen gemeinsam: "Das ist ein Spiel, auf das man sich einfach nur freuen kann", sagt Lars Hepp, sieht die Partie aber auch als "Gradmesser" für seine Schützlinge an. Die sind wie der TSV Bayer mit vier Siegen in die erste Saison nach dem Zweitliga-Abstieg gestartet: Den eher mühsamen über den TV Korschenbroich (35:24) und in Baunatal (28:25) folgten zumindest zahlenmäßig klarere Erfolge bei GWD Minden II (33:26) und beim VfL Gummersbach II (32:24).

Zum Vergleich: Dormagen setzte sich gegen Baunatal (24:21), in Minden (30:25), gegen Gummersbach (29:23) und in Volmetal (29:23) durch. Daraus abzuleiten, wer heute Abend als Favorit das Parkett betritt, gleicht dem berühmten Lesen aus dem Kaffeesatz: "Ich weiß es ehrlich gesagt nicht", sagt Alexander Koke, "was Erfahrung und die Breite des Kaders angeht, ist es sicherlich Hagen." Schließlich hielt die Eintracht, nur am schlechteren Torverhältnis gegenüber der HG Saarlouis am Klassenerhalt gescheitert, nach dem Abstieg ihren Kader (fast) komplett beisammen, verstärkte sich zudem mit Jan-Lars Gaubatz (ASV Hamm), der beim VfL Gummersbach auch schon Erstliga-Erfahrung sammelte, und den Zweitliga-erprobten Jannis Fauteck (HF Springe) und Pavle Karacic (SV Henstedt-Ulzburg). Wobei in Pavel Prokopec, Dragan Tubic, Jens Reinarz und Simon Ciupinski noch weitere Routiniers in den Hagener Reihen stehen, die mehr als nur über das eine Jahr Erfahrung in der Zweiten Liga - teilweise auch in der Ersten - verfügen. Koke sieht die Begegnung denn auch als "eine Herausforderung - doch die nehmen wir gerne an."

Trotz des deutlichen Routine-Vorsprungs auf Seiten der Gäste reisen sie heute Abend mit Respekt ins Rheinland: "Dormagen ist ein sehr, sehr guter Gegner, der Aufstiegsambitionen hat und zurecht in der Tabelle weit oben steht", sagt Lars Hepp, der den TSV "auch am Saisonende auf einem der Spitzenplätze" erwartet. Deshalb ist für ihn die Bedeutung der Partie klar: "Für uns gilt es nun zu zeigen, was wir zu leisten imstande sind."

Zum Personal: Während die Hagener mit dem kompletten, 16 Mann starken Kader anreisen, fehlen auf Dormagéner Seite Dennis Marquardt und Frederik Spinner. Ob Alexander Koke nur auf der Bank sitzen oder zumindest sporadisch ins Spielgeschehen eingreifen kann, entscheidet sich kurzfristig.

Quelle: NGZ
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