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Ngz-Sportlerin Des Monats März
Eine Ringerin kämpft sich weiter Richtung Rio

Neuss. Nach Platz drei bei den Europameisterschaften steht für Nina Hemmer jetzt die erste Olympia-Qualifikation auf dem Plan. Von Hannah Nehrig

Ückerath Der Weg nach Rio wird immer kürzer. Mit dem dritten Platz bei der Ringer-Europameisterschaft in Riga in der Klasse der Frauen bis 53 Kilogramm ist Nina Hemmer ihrem großen Traum immer näher gekommen. Die Athletin vom AC Ückerath lag im kleinen Finale gegen die Rumänin Estera Dobre nach drei Minuten 0:6 zurück und legte ihre Gegnerin dann auf die Schulter.

Es war am zweiten Wettkampftag die erste Medaille für den Deutschen Ringer-Bund. Zum Auftakt gewann sie gegen Anzhela Dorogan aus Aserbaidschan mit 5:2, die die ersten Europäischen Spiele in Baku 2015 gewann. "Ich habe bei der Europameisterschaft zwei Top-Athleten besiegt," sagt die 23-jährige, "das ist natürlich ein super Gefühl und gibt viel Sicherheit." Die Bronzemedaille ist für sie der größte bisherige Erfolg. "Das Ziel war natürlich auch, mit einer Medaille nach Hause zu fahren, aber ich hatte es bei der starken Konkurrenz nicht erwartet. Umso größer war nachher die Freude." Eigentlich begann Nina Hemmer ihre sportliche Laufbahn im Turnen. Doch als der Turnverein geschlossen wurde, wechselte sie von den Turnmatten auf die Ringermatten des AC Ückerath und blieb an der neuen Sportart hängen: "Mich hat von Anfang an das Raufen und Kräfte messen begeistert. Und als dann schnell die ersten Erfolge kamen, gab es kein Zurück mehr." Ihren ersten größeren Erfolg auf der internationalen Bühne feierte Nina Hemmer im Jahre 2009, als sie bei der Junioren-Europameisterschaft in der Gewichtsklasse bis 46 Kilogramm den zweiten Platz belegte.

2011 wurde sie zweimalige Deutsche Meisterin und sowohl bei der Junioren-EM als auch bei der Senioren-EM eingesetzt. Dort erreichte sie bei den Junioren den zweiten, bei den Senioren einen überraschenden fünften Platz. Mit einer der wichtigsten Erfolge war der dritte Platz bei der Junioren-Weltmeistermeisterschaft in Bukarest im gleichen Jahr. Ein Jahr später gewann sie den Titel bei der Junioren-EM in der Gewichtsklasse bis 51 Kilogramm.

Seit 2014 ist Nina Hemmer in der Seniorenklasse vertreten. Zur Zeit macht sie eine Ausbildung in Erftstadt. "Die Ausbildung ist in Kooperation mit der Deutschen Sporthilfe. Daher werde ich zu Trainingszeiten, Wettkämpfen und Trainingslagern von der Arbeit freigestellt," sagt die Rommerskirchenerin. Ohne diese Kooperation wäre es nicht möglich, Sport und Ausbildung zu verbinden. "Ich habe zwei Trainingseinheiten pro Tag. Die erste morgens und die zweite am Abend."

Am Mittwoch geht es für nach Serbien zur ersten Olympia-Qualifikation. "Leider gab es bei der Europameisterschaft kein Ticket zu vergeben," sagt Nina Hemmer, "ich muss beim Turnier in Serbien unter die Finalisten kommen, um einen Platz im Team für Rio zu ergattern." Sechs Plätze vergibt der Deutsche Ringer-Bund, allerdings pro Gewichtsklasse nur einen. Da Europa eine starke Ringer-Region ist, ist die Konkurrenz bei den Qualifikationsturnieren enorm groß. "Ich werde mein Bestes geben. Allerdings ist es total schwer einzuschätzen, da das Losverfahren entscheidet, auf welche Gegner man trifft." Sollte es am Mittwoch nicht klappen, hat sie Anfang Mai noch mal die Chance, ein Ticket für die Olympischen Spiele in Rio zu lösen.

Quelle: NGZ
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