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Lokalsport
Eishockey: Neuss feiert endlich wieder einen Sieg

Neuss. Mit einem Sieg über den Tabellenzweiten Lippe Hockey Hamm hatten die wenigsten Neusser Fans unter der kläglichen Zahl von 77 Zuschauern in der Eissporthalle am Südpark gerechnet. Umso größer war die Freude, dass der Neusser EV sein Zwischenrundenspiel der 1. Eishockey-Liga West mit 5:3 (1:1, 3:0, 1:2) gewonnen hat.

Dass die Hammer Eisbären 48 Stunden nach ihrem verlustreichen 4:1-Heimsieg über den Liga-Favoriten aus Ratingen nur mit einem Minikader - zwei Sturmreihen und drei Verteidiger - aufliefen, soll, den Erfolg der Hausherren nicht schmälern. Auf fünf Stammspieler mussten die Gäste verzichten: Weißleder, Loerke und Ulrich waren gesperrt, Mäkijärvi und Mangold verletzt.

Dennoch gingen die Hammer selbstbewusst ins Match und führten nach elf Minuten durch Oliver Kraft 1:0. Nur 39 Sekunden später konnte Thimo Dietrich auf Anspiel von Pascal Rüwald und David Bineschpayouh ausgleichen. Dieser junge Sturm agierte endlich einmal erfolgreich und schoss im Mitteldrittel den NEV mit 4:1 in Front: 2:1 durch Bineschpayouh, 3:1 durch Dietrich und 4:1 durch Rüwald.

Wer gehofft hatte, die Hammer würden aufgrund ihrer personellen Situation Ermüdungserscheinungen zeigen, sah sich getäuscht. Sie kämpften unermüdlich, verkürzten durch Thomas Ehlert auf 2:4 und brachten die Neusser Abwehr in den letzten Minuten mehrfach in arge Bedrängnis. Torwart Ken Passmann jedoch hielt seine Mannschaft auf der Siegerstraße. Nils Lingscheidt beseitigte mit dem NEV-Tor Nummer fünf in der letzten Spielminute alle Neusser Zweifel, ehe in letzter Sekunde Kraft noch einmal für Hamm erfolgreich war.

Schwerstarbeit musste Jürgen Hingsen leisten, der am Sonntagabend für die medizinische Betreuung zuständig war. Zunächst musste er Holger Schrills eine Wunde am Kinn nähen, der auf der Spielerbank sitzend von einem Puck getroffen wurde. Maximilian Bleyer erlitt durch ein Hammer Foul einen Nasenbeinbruch, und Thimo Dietrich verdrehte sich bei einem Zweikampf das Knie. Alle drei konnte nach Behandlung weiterspielen. Schlimmer traf es Hamms Torwart Sebastian May. Er wurde von einem Puck am Kehlkopf getroffen und musste ins Krankenhaus.

(K. K.)
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