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Eishockey: Neusser EV enttäuscht trotz Pleite nicht

Lokalsport: Eishockey: Neusser EV enttäuscht trotz Pleite nicht
NEV-Torhüter Ken Passmann reagierte trotz der sechs Gegentore ein ums andere Mal prächtig. FOTO: Andreas Woitschützke
Neuss. Trotz der 1:6-Niederlage (0:2, 1:1, 0:3) schien Boris Ackermann nach seinem Debüt als Eishockey-Cheftrainer des Regionalligisten Neusser EV nicht sonderlich enttäuscht zu sein. Er war ohne Illusionen in das Match gegen den hohen Favoriten Herforder EV gegangen und fand schließlich in seinem Resümee sogar ein paar positive Aspekte: "Meine Mannschaft hat die vorgegebene Defensivtaktik weitgehend ordentlich umgesetzt und vor allem bis zur letzten Minute mit vollem Einsatz gekämpft. Konzentrationsfehler haben den Herfordern die Gegentore ermöglicht."

Die magere Torausbeute, die bekannte NEV-Schwäche, umschrieb er aufbauend: "Da fehlt den jungen Stürmern noch der Mut zu einem beherzten Torschuss. Insgesamt ist die Niederlage ein wenig zu hoch ausgefallen."

Die Partie begann vor nicht einmal 100 Zuschauern mit einer kalten Dusche für den NEV. Der aus der Ukraine stammende Herforder Torjäger Ulib Oleksandrovic Berezovskij schloss ein sehenswertes Doppelpassspiel mit seinem Stürmerkollegen, dem Kanadier Killian Hutt, nach gerade einmal 20 Sekunden mit dem Führungstreffer für die Gäste ab. Doch dann waren die Neusser hellwach. Konzentriert ließen sie mit ihrer Defensivtaktik die Bemühungen der Ostwestfalen immer wieder ins Leere laufen. Manchmal stand ihnen allerdings auch ein wenig das Glück oder ihr prächtig reagierender Torwart Ken Passmann zur Seite. Das 2:0 der Herforder fiel in der 13. Minute - Abschluss eines schönen Spielzugs des kanadischen Duos Hutt und Vorlagengeber Ross John Reed.

Das verdiente Ehrentor für den NEV erzielte Francesco Lahmer auf Anspiel von Timon Busse in der 25. Minute. In der 35. Minute erst gelang Herford das 3:1 durch Aaron Reckers, dem jeweils zehn Minuten später Treffer von Florian Kiel und Philipp Brinkmann - insgesamt drei Verteidigertore - folgten. Nur 50 Sekunden später setzte Reed mit dem 6:1 den Schlusspunkt. Die beiden Kanadier Hutt und Reed glänzten zwar mit ihrem technischen und läuferischen Vermögen, scheiterten aber immer wieder an der Neusser Abwehr.

(K.K.)
 
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