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Lokalsport
Eishockey: NEV führt Spitzenreiter phasenweise vor

Neuss. Kaum ein Eishockey-Fan hatte dem gastgebenden Neusser EV einen Sieg über die EG Diez-Limburg, den überraschenden Tabellenführer der Regionalliga, zugetraut, weil die Neusser vor Wochenfrist gegen Soest kläglich versagt hatten. Doch die Schützlinge Trainer Andrej Fuchs gaben den Pessimisten eine deutliche Antwort: Der 7:3-Sieg (3:1, 4:0, 0:2) glich einer Demontage des Spitzenreiters.

Zwar brauchten die Neusser knapp zehn Minuten, bis sie auf volle Touren kamen und einen 0:1-Vorsprung der Gäste (Matthew Fischer) durch Kapitän Holger Schrills ausgleichen konnten. Dann aber passte beim NEV alles zusammen. Balazs Peter, Schrills und abermals Peter sowie Sascha Drehmann und Francesco Lahmer, der die einzige gegen Limburg verhängte Strafe zum 6:1 ausnutzte, sowie Maximilian Bleyer schraubten den Neusser Vorsprung auf 7:1. Beinahe sensationell, aber keineswegs unverdient, denn die Neusser waren den routinierten Gästen stets einen Tick voraus. Deren Konter verfingen sich in der konsequenten Neusser Abwehr.

Im Schlussabschnitt schlich sich - zunächst kaum bemerkt - wieder Leichtsinn in die Neusser Reihen. NEV-Keeper Ken Passmann bekam reichlich Arbeit, während die Neusser Stürmer unter Vernachlässigung ihrer Defensivaufgaben mit Einzelaktionen versuchten, weitere Tore zu erzielen. Das nutzten die Gäste aus, angetrieben von ihrem laufstarken Tschechen Martin Brabec. Der Lohn: eine Ergebnisverbesserung durch Daniel Krieger und Martin Homola auf 3:7. Der mit 0:2 verlorene dritte Anschnitt wurmte Trainer Fuchs, der ja bekanntlich nicht schnell in Euphorie verfällt: "Überragend war das nicht. Der Anfang und das Ende waren schlecht. Dazwischen haben wir aber gezeigt, wozu wir fähig sind. Im Großen und Ganzen bin ich jedoch zufrieden."

Damit hat der NEV beste Werbung für sein Heimspiel am Samstag gegen Herford betrieben - mit dem traditionellen Teddybär-Werfen für einen wohltätigen Zweck.

(K.K.)
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