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Basketball
Elephants bleiben trotz Niederlage Dritter

Grevenbroich. Mit der 70:83-Schlappe "auf Schalke" können die Grevenbroicher Regionalliga-Basketballer gut leben. Von Dirk Sitterle

Auch wenn der wochenlange Zank im Vorfeld der Partie während und nach den 40 Spielminuten keine Rolle mehr spielte, eine kleine Spitze mochte sich Elephants-Coach Hartmut Oehmen im Nachklapp zum 70:83 (37:51) seiner Regionalliga-Basketballer bei Schalke 04 nicht verkneifen. "Die angeblich seit langem ausverkaufte Halle war noch nicht mal zur Hälfte gefüllt. Die machen da eine richtig gute Arbeit drumherum, aber das war ein Trauerspiel."

Dass die Gäste die Partie bei den von Raphael Wilder - von 2001 bis 2007 überaus erfolgreich in Grevenbroich tätig - trainierten "Königsblauen" verloren, scherte sie dagegen kaum. "Unsere 25 mitgereisten Fans haben in der zweiten Halbzeit gefeiert", sagte Oehmen lachend.

Der Grund für die Party leuchtete durchaus ein: Weil die Elephants nach dem deutlichen 88:66-Sieg im Hinspiel den direkten Vergleich mit den Schalkern gewonnen haben, reicht ihnen am letzten Spieltag ein Heimerfolg über das Schlusslicht SG ErftBaskets Euskirchen, um den am Ende vielleicht noch mal extrem wertvollen dritten Tabellenplatz zu sichern. Um ein Haar wären die 04er freilich auch in dieser Wertung in Führung gegangen, denn nach einem ganz starken Auftritt lagen sie in der 25. Minute mit 61:40 vorne. "In einem guten Basketballspiel war Schalke bis dahin die dominierende Mannschaft", gab Oehmen ehrlich zu.

Großen Spaß hatte er vor allem an der Leistung Patrick Carneys: Der mit einem irischen Pass ausgestattete US-Profi war mit 26 Punkten Topscorer der Partie, kam dabei auf eine Wurfquote von traumhaften 62,5 Prozent (10/16) und verwandelte so ganz nebenbei auch noch drei seiner fünf Dreier-Versuche (60%). "Er hat den Unterschied gemacht", sagte Oehmen, der die Karriere des 1,85 Meter großen Guards seit Jahren verfolgt. "Aber da er jetzt für Schalke spielt, ist er für uns nicht mehr zu bezahlen ..." Die Elephants gingen mit einem 54:72-Rückstand ins letzte Viertel - und drehten dann noch mal auf. Obwohl ihr bester Schütze Dainius Zvinklys mit neun Punkten und einer Wurfquote von 27,3 Prozent (3/11) einen rabenschwarzen Tag erwischt hatte, gewannen sie den Schlussdurchgang mit 16:11. Auch ein Verdienst von Spezialagent Bastian Becker, der den bundesligaerprobten Nikita Khartchenkov bei 13 Zählern und einer Wurfquote von 33,3 Prozent (nur 2/7 Dreier) hielt.

Oehmen zog darum ein versöhnliches Fazit: "Die Atmosphäre würde ich als fokussiert, aber nicht feindselig bezeichnen. Wir haben uns hinterher die Hand gegeben."

Quelle: NGZ
 
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