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Basketball
Elephants bringen Köln mächtig ins Schwitzen

Basketball: Elephants bringen Köln mächtig ins Schwitzen
Treffen der Giganten: (v.l.) Davon Roberts (1,97 Meter), Marvin Kruchen (2,10) und der Kölner Bernd Kruel (2,09) kämpfen um den Rebound. FOTO: Georg Salzburg
Neuss. Zwei Sekunden vor Schluss hätte Markus Hallgrimson den Basketball-Regionalligisten beim 75:77 per Dreier um ein Haar zum Sieg geworfen. Von Dirk Sitterle

Was wäre das für eine unglaubliche Geschichte geworden: Zwei Sekunden vor Spielende passte Nick Larsen den Ball hinaus auf den Flügel zu Markus Hallgrimson. In seinem Debüt für die NEW' Energie Elephants hätte der bereits 39-Jährige den Basketball-Regionalligisten mit einem gelungenen Wurf von jenseits der Drei-Punkte-Linie zum Sieg über die RheinStars Köln, bei denen der ehemalige Bundesliga-Profi noch in der vergangenen Saison unter Vertrag gestanden hatte, werfen können. Weil der als Scharfschütze bekannte Wandervogel den Ball jedoch nur auf den Ring setzte, ging das von gut 800 Zuschauern besuchte Lokalduell für die Grevenbroicher mit 75:77 (Halbzeit 43:53) verloren.

Hätte Hallgrimson, der noch bis zur vergangenen Woche in Diensten des Regionalliga-Neulings ErftBaskets Euskirchen gestanden hatte, das Leder im Korb versenkt, wäre für Elephants-Coach Hartmut Oehmen als ausgewiesener Marketing-Fachmann die Schlagzeile klar gewesen: "Märchen mit Happy End!" Nun sei es eben "ein Märchen ohne Happy End." Dass die von argen Verletzungsproblemen geplagten Hausherren den Liga-Topfavoriten, dessen vorrangiger Auftrag der Durchmarsch in die Bundesliga ist, am Haken hielt, war an sich schon eine Überraschung, boten sie im unter chronischen Achillessehnenproblemen leidenden Center Marvin Kruchen (2,10 Meter) doch nur einen Akteur auf, der von der Statur her mit den Kölner Riesen Bernd Kruel (2,09), Lennard Jördell (2,07) und Gytis Pakalniskis (2,04) mithalten konnte. In die Bresche sprangen Davon Roberts (11 Punkte/10 Rebounds, Guard Farid Sadek (9/9) und besonders der wiederum famose Dainius Zvinklys (22/14), die dafür sorgen, dass das Duell am Brett mit 44:29 an die Elephants ging.

Für die Niederlage gab es - abgesehen vom unglücklichen Fehlwurf Hallgrimsons kurz vor Schluss - vor allem zwei Gründe: In der zweiten Hälfte des zweiten Viertels bekamen die Gastgeber Kölns US-Boy Omari Knox überhaupt nicht in den Griff. Der Aufbauspieler markierte in dieser Phase 16 Punkte in Folge (!) und warf die RheinStars damit quasi im Alleingang von 37:34 (15.) auf 53:41 (20.) nach vorne. 21 Zähler standen für ihn zur Pause zu Buche.

Dass dem Amerikaner nach dem Seitenwechsel kein weiterer Punkt mehr glückte, machte Oehmen auch an seinen Umstellungen in der Defensive fest. Trotzdem schien das Match nach Tim van der Veldes Korbleger zum 59:45 (23.) gelaufen. Die Elephants kämpfen sich indes noch mal heran. Im gleichen Maße wie der Aufsteiger Nerven zeigte - Technisches Foul für den überraschend in den Kader gerutschten Co-Trainer und Ex-Profi Johannes Strasser, Unsportliches Foul für Gytis Pakalniskis -, drehten die Elephants auf, lagen vier Minuten vor Schluss nur noch mit 70:73 zurück. Mit noch 38 Sekunden auf der Spieluhr verkürzte Simon Bennett per Dreier auf 75:77. Auf der anderen Seite angelte sich Marvin Kruchen nach Bernd Kruels Fehlwurf den Rebound.

Auf das Glücksspiel, die Partie mit einem "Buzzer Beater" zu entscheiden, hätten sich die Schlossstädter dann gar nicht einlassen müssen, fand Co-Trainer Markus Dueringer. "Wenn Roberts und Boksic zusammen aus dem Feld nicht 6/22 schießen, ist das Spiel schon lange vorher für uns entschieden."

Quelle: NGZ
 
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