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Elephants - das Weiße im Auge des Gegners

Lokalsport: Elephants - das Weiße im Auge des Gegners
Auf dem Sprung: Nach Schalke 04 und Münster trifft Dainius Zvinklys mit Grevenbroich morgen Abend schon wieder auf einen Spitzenreiter. Dieses Mal ist die BG Hagen zu Gast im Elephants-Dome. FOTO: Andreas Woitschützke
Grevenbroich. Morgen Abend (19.30 Uhr) sind die Regionalliga-Basketballer aus der Schlossstadt am Torfstecherweg Hausherr des Tabellenführers Hagen. Von Dirk Sitterle

"Schmerzen", sagt Hartmut Oehmen, "sind eine Sache der Einstellung." Darum hat sich der Trainer des Basketball-Regionalligisten NEW' Elephants gestern Mittag auch klaglos unter die Nadeln des "Liner" und "Shader" gelegt. In insgesamt zehn Arbeitsstunden entsteht im Tattoo & Piercing-Studio "Needletwist" am Moerser Bahnhof ein neues Kunstwerk. Am Ende der mehrtägigen Prozedur ziert die rechte Wade des körperbewussten 50-Jährigen das Konterfei des in der Batman-Verfilmung "The Dark Knight" vom 2008 verstorbenen Schauspieler Heath Ledger verkörperten Bösewichtes Joker und dessen ins Deutsche übersetztes Lebensmotto: "Wer sich an alle Regeln hält, verpasst den ganzen Spaß."

Spaß wollen auch die Elephants-Korbjäger haben, wenn sie morgen Abend (19.30 Uhr, Großsporthalle am Torfstecherweg in Gustorf)) mit dem Heimspiel gegen den Tabellenführer BG Hagen ihre Festspielwochen fortsetzen. Die hatten mit dem in der Verlängerung eingebrachten Krimi-Sieg über den Lokalrivalen ART Düsseldorf begonnen. Nur vier Tage später waren die Schlossstädter mit dem Coup von heimischem Publikum gegen die als Spitzenreiter der Regionalliga West angereisten Schalker ins Halbfinale des WBV-Pokals eingezogen. Und am vergangenen Samstag stand die mit einer Niederlage abgeschlossene Dienstreise zum kurz zuvor von S04 gestürzten Primus Baskets Münster auf dem Plan. Nun also Hagen: Die Westfalen hatten vor sieben Tagen mit dem 81:64-Heimerfolg über Schalke 04 ihrerseits die Königsblauen vom Tabellenthron gestoßen. Dass BG-Trainer Kosta Filippou die darauf folgende Jubelarie mit der Mahnung, "wir fahren nächsten Samstag nach Grevenbroich, dort wird es kein bisschen leichter als heute Abend", beendet hatte, verbucht Oehmen als Respektsbezeugung für seine Truppe: "Das heißt, wir werden von den Trainern in dieser Liga nicht nach unserem Tabellenplatz bewertet."

In der Schlossstadt wird das Topteam im Westen von aufmerksamen Elephants erwartet. Zwar sei Schalke individuell noch besser besetzt, findet Oehmen, "dafür sind sowohl Hagen als auch Münster mannschaftlich viel geschlossener. Schalke musst du erst mal mit 16 Punkten schlagen." Auch die BG wird vor allem von ihren Import-Spielern getragen. Weil für Hagen neben Coach Kosta Filippou in den beiden Brüdern Symeon und Thanassis Iokeimidis sowie Haris Plioukas (dazu kommt der "Deutsche" Theodoros Ioannidis) gleich drei Jungs aus Hellas tätig sind, steht auf dem offiziellen Ankündigungsplakat der Elephants in griechischer Schrift: "Auf in den Kampf!" Die Sache rund machen der Litauer Vytautas Nedzinskas und der US-Profi Marcus Ligons. Nicht erst seit der 76:84-Niederlage im Hinspiel weiß Oehmen um die Qualität dieser Multi-Kulti-Auswahl: "Ligons ist seit Jahren eine bekannte Größe, Thanassis Iokeimidis ist unglaublich schnell, Nedzinskas kann jederzeit die Lichter in der Halle ausschießen und auch Symeon Iokeimidis ist ein guter Schütze."

Obwohl die gesundheitlich angeschlagenen Dainius Zvinklys und Nick Larsen unter der Woche mit dem Training ausgesetzt hatten, geht der Grevenbroicher Trainer davon aus, dass die Hausherren morgen in Bestbesetzung antreten können. "Zumindest gibt es keine Verletzungen knochen- oder muskeltechnischer Natur", stellt er erleichtert fest. Obwohl die Erwartungshaltung für das Duell mit dem Branchenführer "nicht so hoch" sei, befürchtet er in Sachen Motivation keine Ausfälle. Denn nach der Partie holt die Mannschaft ihre Weihnachtsfeier nach. Oehmen erklärt: "Die hatten wir verschoben. Es wäre unpassend gewesen, in einer Situation feiern zu gehen, wo wir absoluten Mist zusammenspielen."

Quelle: NGZ
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