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Lokalsport
Elephants gruseln sich zum Sieg über den Aufsteiger

Grevenbroich. Trotz schwacher Leistung schlägt der Basketball-Regionalligist aus Grevenbroich die DJK Adler Frintrop noch mit 68:64. Von Dirk Sitterle

Halloween steht erst am 31. Oktober auf dem Kalender, doch mächtig ins Schaudern gerieten die Zuschauer schon am Samstag im Heimspiel des Basketball-Regionalligisten NEW' Elephants über den auch nach fünf Partien immer noch punktlosen Aufsteiger DJK Adler Frintrop. Die Qualität der eigenen Darbietungen beim freudlosen 68:64-Heimsieg (37:33) quälte selbst das aktive Personal. So kündigte der in Grevenbroich seit gut einem Jahrzehnt zur ersten Wahl zählende Bastian Becker bereits unmittelbar nach der erlösenden Schlusssirene an: "Das Spiel habe ich schon morgen vergessen."

Besser ist das, denn die Hausherren hielten sich in keinem Punkt an die von Trainer Hartmut Oehmen gemachten Vorgaben. Anstatt den extrem routinierten, aber als konditionsschwach eingestuften Kontrahenten mit Hochgeschwindigkeits-Basketball die Luft zu nehmen, bestiegen die Elephants mit den Essenern den Schlafwagen. "Wir haben uns richtig schön einlullen lassen", kritisierte Oehmen. Und so sah das Match aus: Im Angriff agierten die Elephants viel zu statisch, verzettelten sich immer wieder in unproduktive Einzelaktionen, und weil sie am Korb gegen Frintrops übermächtigen Center Dijon Smith, am Ende mit 21 Punkten und 17 Rebounds bester Mann auf dem Feld, so gut wie keinen Stich machten, versuchten sie es aus der Distanz. Mit grauenhafter Ausbeute: Bis zur Pause traf bei elf Versuchen nur James Chute (9,1 Prozent), nach dem Seitenwechsel saß keiner der sechs weiteren Würfe aus der Distanz, was unterm Strich eine indiskutable Quote von 5,9 Prozent (1/17) ergab.

Ins Laufen kamen die Gastgeber auch deshalb nicht, weil sie in der Abwehr jegliche Aggressivität vermissen ließen. Und wenn sich ihnen dann doch mal die Möglichkeit zum Schnellangriff bot, agierten sie fahrig und unkonzentriert. Allerdings machte der Neuling, in dessen Kader zahlreiche auch schon auf Zweitliga-Niveau erprobte Akteure stehen, seine Sache auch erstaunlich gut. Neben dem übrigens in Neukirchen wohnenden Smith, für Oehmen "der vielleicht beste Center der Liga", bereitete den Dickhäutern vor allem der lange beim Pro-A-Klub ETB SW Essen aktive Guard André Schröder (am Ende mit 17 Punkten, 3/4 Dreier) Probleme.

Die Folge: Weil sich der clever auftrumpfende Gegner nicht abschütteln ließ - den höchsten Rückstand (23:33/18.) konterten die coolen Adler prompt mit einem 8:0-Lauf bis auf 31:33 (19.) -, verloren die Elephants zusehends die Nerven. Ganz übel wurde es im dritten Viertel, in dem die Jungs von der Erft sogar mit 43:48 (26.) ins Hintertreffen gerieten. Erst als Smith auf der Bank eine Verschnaufpause einlegte, holten sich die Schlossstädter die knappe Führung mit einer 6:0-Serie zurück (49:48./29.). Geschlagen waren die gar nicht fußlahmen Adler indes noch nicht. Noch 1:33 Minute vor Schluss verkürzte Schröder mit zwei verwandelten Freiwürfen auf 63:66. Mit noch 49 Sekunden auf der Uhr hätte Marvin Jahn sogar zum 65:66 treffen können, doch Frintrops Guard verfehlte und den Rebound angelte sich Jasper Chiwuzie (12 Punkte/15 Rebounds), der unter Mithilfe des angeschlagenen Lennard Jördell inzwischen Smith müde gespielt hatte. Trotz eines Fehlpasses von Farid Sadek auf den in dieser Szene sehr schlafmützigen Raed Mostafa machte Sharif Watson (14 Punkte/9 Rebounds) an der Freiwurflinie (10/11 insgesamt) schließlich alles klar.

Quelle: NGZ
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