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Elephants legen den Fokus auf Ibbenbüren

Lokalsport: Elephants legen den Fokus auf Ibbenbüren
In der vergangenen Saison waren sie unter dem Korb noch Gegner: Jasper Chiwuzie (l.) spielte für Ibbenbüren, Lennart Jördell für Grevenbroich. FOTO: Meyer-Boudnik
Grevenbroich. Gestern legte der Basketball-Regionalligist Einspruch gegen die Neu-ansetzung der Partie in Herford ein. Für die Spieler zählt nur die Liga. Von Dirk Sitterle

Nach einer durchwachten Nacht, ausgefüllt mit dem Wälzen von Paragrafen, waren die Regionalliga-Basketballer der NEW' Elephants gestern bereit, leitete Geschäftsführer Hubert Fußangel den Einspruch gegen die Neuansetzung der am 29. Oktober wegen eines beschädigten und vom Gastgeber nicht ausgetauschten Spielbretts ausgefallenen Meisterschaftsbegegnung in Herford fristgerecht an den Westdeutschen Basketball-Verband (WBV) weiter. Und damit ist die Sache für Trainer und Manager Hartmut Oehmen erstmal durch: "Wir versuchen, das Thema Herford von der Mannschaft fernzuhalten."

Stattdessen ist er sehr daran interessiert, den Fokus seiner Jungs auf das Liga-Match morgen Abend (19 Uhr, Sporthalle Ost) bei den AOK Ballers Ibbenbüren zu legen. Noch nicht vergessen ist das, so Oehmen schmunzelnd, "Hin- und Hergeschiebe von Freundlichkeiten" rund um die beiden Endspiele im letztlich von den Elephants gewonnenen WBV-Pokal. Dazu kommen die personellen Verflechtungen zwischen den beiden Vereinen: Jasper Chiwuzie war in der vergangenen Saison noch Publikumsliebling in Ibbenbüren. Nicht so gut fand der in Nigeria geborene Brite, dass der tvi für seinen Wechsel in die Schlossstadt nur finanzielle Gründe verantwortlich machte. Den anderen Weg ging der Litauer Martynas Airosius, den die Elephants noch vor der ersten Partie durch den Engländer James Chute (wechselte kurz darauf im Tausch für Lukas Kazlauskas nach Herten) ersetzten. Oehmen ist sich darum ziemlich sicher, "dass Martynas gerade gegen uns heiß wie Frittenfett sein wird. Ist ja auch nicht schön, noch vor dem ersten Spiel gefeuert zu werden."

Am Rande des Teutoburger Waldes fühlt sich der Litauer offensichtlich wohl, beim 81:75-Heimsieg seines neuen Klubs über Herford gelangen ihm 28 Punkte. Er ist fester Bestandteil der Startformation, der außer ihm noch der US-Amerikaner Chris Hortmann (mit 25,8 Punkten im Schnitt Topscorer der Liga, gegen Frintrop waren es sogar 45!), der als Nachfolger von Gene Hagner geholte Bulgare Milen Kostov, Max Massing (9,2 Punkte im Schnitt) vom Pro B-Ligisten Artland Dragons und der 2,07 Meter große Niederländer Maikel Post angehören. Ein Auge sollten die Elephants auch auf Dreierspezialist Andreas Placke haben. "Als er noch in Münster gespielt hat, hat er uns mal sehr weh getan", erinnert sich Oehmen, der mit Interesse sah, wie Ibbenbüren (3/6 Siege) am vergangenen Wochenende mit 73:70 (30 Punkte Hortmann) beim bis dahin mit den Elephants punktgleichen TV Salzkotten gewann. Nicht erst seit diesem Coup weiß er: "Ibbenbüren ist unangenehm."

Mit dem Trip ins Tecklenburger Land beginnt für Grevenbroich eine Serie von im Moment noch vier schweren Auswärtsspielen: Auf Ibbenbüren folgt am Mittwoch der Auftritt im WBV-Pokal bei den Telekom Baskets Bonn II, nur vier Tage später (Totensonntag) stünde die neunangesetzte Partie in Herford an und am 26. November geht es in Salzkotten um Meisterschaftspunkte. Nur wenn die Elephants diese Hürden meistern würden, käme es am 3. Dezember in heimischer Halle am Torfstecherweg zum Topspiel gegen die BG Hagen.

Quelle: NGZ
 
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