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Lokalsport
Elephants sind auf eine "Sensation" aus

Grevenbroich. Heimspiele gegen Münster sind für den Basketball-Regionalligisten aus Grevenbroich stets Superhits. Von Dirk Sitterle

Die Pflicht hat Basketball-Regionalligist NEW' Elephants am vergangenen Samstag mit dem überzeugenden 84:69-Sieg bei der SG ART Giants Düsseldorf (trennte sich darauf von Trainer Robert Shepherd) erledigt, jetzt folgt die Kür: Morgen Abend (19.30 Uhr) steht in heimischer Sporthalle am Torfstecherweg in Gustorf das Duell mit dem ehemaligen Spitzenreiter WWW Baskets Münster auf dem Programm. Ein weiterer Erfolg würde Grevenbroich wieder mitten ins Aufstiegsgeschäft befördern.

Zwar haben die von ihm trainierten Elephants auf Rang vier wie Münster (3.) 24 Punkte auf ihrem Konto und damit zwei weniger als das Spitzenduo Baskets Schwelm und BG Hagen, trotzdem sieht Hartmut Oehmen seine Jungs eher als Außenseiter: "Münster war dreimal in Folge Vizemeister und ist mit Schwelm das Team, das seine Aufstiegsambitionen am offensivsten vertreten hat. Die zu schlagen, wäre eine Sensation." Zuletzt lief es bei den "Studenten" allerdings nicht mehr ganz so rund, setzte es vor heimischem Publikum doch eine unerwartete 87:94-Pleite gegen die wiederum von Rishi Kakad (43 Punkte) angeführten AOK Ballers Ibbenbüren. Fast schon reflexartig machte Münsters Trainer Philipp Kappenstein daraufhin auf Optimismus: In die anstehenden Topspiele gegen Grevenbroich und Tabellenführer BG Hagen schickt Kappenstein, den Oehmen für den besten Coach der Liga hält, seine Schützlinge mit dem Versprechen auf fette Beute: "In den beiden nächsten Wochen können wir viel gewinnen."

Gewinnen werden morgen Abend ganz sicher die Basketball-Fans, die an den Torfstecherweg kommen. Denn Duelle zwischen Grevenbroich und Münster sind fast immer Festspiele. "Da geht es super intensiv, hochklassig und bis zu letzten Minute spannend zur Sache", wirbt Oehmen. Unvergessen ist der gut ein Jahr zurückliegende 75:73-Sieg der Elephants im Halbfinale des WBV-Pokals über Münster. Eine Partie für die Ewigkeit. Kein Wunder also, dass sich Kappenstein auf die Schlossstadt freut. "Eine volle Halle, gute Stimmung - genau das richtige Spiel für uns in dieser Situation." Ebenso empfindet sein Kollege: "Spiele gegen Münster haben immer Endspielcharakter." Sein ideales Szenario sieht so aus: "Wir schlagen Münster und gewinnen danach auch in Frintrop und gegen Bielefeld. Münster wiederum gewinnt gegen Hagen, womit wir eine Woche später als Tabellenzweiter ins Spitzenspiel gegen Schwelm auf Rang eins gehen."

Ein schöner Plan. Dumm nur, dass die Vorbereitung der Grevenbroicher auf das sportliche Date mit Münster alles andere als optimal gelaufen ist. Nun stammt von Oehmen zwar der wunderschöne Satz "Training wird überschätzt", doch ein wenig mehr davon hätte es in den vergangenen Tagen auch für ihn schon sein können: Weil sich Farid Sadek und Basti Becker mit Rückenproblemen, Jasper Chiwuzie mit in Düsseldorf verknackstem Sprunggelenk und Lennart Jördell beruflich bedingt abgemeldet hatten, wurde in den Einheiten am Montag und Mittwoch nur auf Sparflamme gearbeitet. Der Coach geht jedoch davon aus, dass gegen Münster alle mitwirken können.

Das ist gut, schließlich läuft der von Aufbauspieler Anselm Hartmann (11,9 Punkte im Schnitt) gelenkte und von Gerrel Martin (18,2) sowie von Jan König (14,2) angetriebene Angriffsmotor der Münsterländer ziemlich oft auf Hochtouren. So wie im Hinspiel, das chancenlose Elephants mit 84:103 verloren. Zur Halbzeitpause hatten die Hausherren gar mit 24 Punkten vornegelegen (55:31).

Für die Grevenbroicher könnte ihre Ausgeglichenheit sprechen. In Düsseldorf stand mit Ausnahme von Marko Boksic kein Akteur länger als 30 Minuten auf dem Feld. Darum könnte sich der nach dem Abschied von Sharif Watson gerade erst an Bord geholte US-Boy Mitch "Mr. Zuverlässig" Penner als wesentliche Verstärkung erweisen. Der seit wenigen Tagen 23 Jahre alte Profi-Basketballer benötigte beim Sieg über die Giants lediglich 22 Minuten, um mit einer starken Wurfquote von 58,3 Prozent mehr als ordentliche 20 Punkte auf sein persönliches Konto zu bringen.

Quelle: NGZ
 
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