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Basketball
Elephants wollen den "historischen Sieg"

Basketball: Elephants wollen den "historischen Sieg"
Regisseur Nick Larsen ist einer der Schlüsselspieler im seit Monaten erfolgreich aufspielenden Team der NEW' Elephants. FOTO: Michael Ritters
Grevenbroich. Am Freitagabend müssen die Regionalliga-Basketballer aus Grevenbroich bei der BG Hagen ran. Von Dirk Sitterle

In der Regionalliga sind die Basketballer der NEW' Elephants seit neun Partien ungeschlagen, schlägt man der Serie noch die Auftritte im WBV-Pokal hinzu, haben die Jungs von Trainer Hartmut Oehmen sogar zwölfmal in Folge gewonnen. Und trotzdem, das Gastspiel morgen Abend (20.15 Uhr) in der Eilper Otto-Densch-Halle gegen die BG Hagen bringt die Schlossstädter ins Grübeln. "An den letzten Elephants-Sieg dort kann sich kein noch Lebender erinnern", sagt Oehmen und folgert daraus: "Wir können am Freitag Historisches schaffen." Von einer Vorentscheidung im Aufstiegskampf möchte er freilich nicht sprechen, "aber ein Sieg wäre schon ein ordentliches Pfund". Sein Team brennt an allen Enden. Etwas auf die Stimmung drückt nur die Verletzung von Aleek Pauline. Der erst in der vergangenen Woche als Ersatz für Farid Sadek verpflichtete New Yorker war am Sonntag im Pokalspiel in Bielefeld umgeknickt und bewegt sich seither nur humpelnd vorwärts. "Die erhoffte Verstärkung für das Hagen-Spiel ist er jetzt leider nicht", stellt Oehmen traurig fest.

Dabei wäre der 27-Jährige im Aufbau als Entlastung für den zuletzt überragenden Nick Larsen enorm wichtig gewesen. Denn in Haris Hujic setzt Hagen eines der größten Talente in Deutschland dagegen. Für Oehmen ist der korbgefährliche 17-Jährige "der kommende Bundesliga-Spieler". Dazu beschäftigt die BG in Marcus Ligons "Mister Zuverlässig". Der 2,01 Meter große US-Amerikaner liefert seit Jahr konstant gute Leistungen ab. Als drittbester Scorer der Liga kommt er im Schnitt auf 21,6 Punkte, dazu stehen für ihn 9,3 Rebounds zu Buche. Mit Blick auf Simos Ioakeimidis (17,5 Punkte), der die fünf von Oehmen ausgemachten Import-Spieler im Kader seines Kollegen Kosta Filippou anführt, kommt der Grevenbroicher Coach sogar zu dem Schluss: "Ich persönlich halte Hagen für stärker als Schalke. Das ist die offensivstärkste Mannschaft der Liga, die haben eine Menge Leute, die scoren können." Das Hinspiel gewannen die Elephants nach einem erbittert geführten Duell mit 90:83, auch, weil die Gäste keine Antwort auf Davon Roberts hatten. Der US-Profi gab mit 22 Punkten ein herausragendes Debüt. Filippou weiß, was auf seine Truppe morgen Abend zukommt: "Es bedarf keiner Worte über die Stärke von Grevenbroich, neun Siege in Folge sprechen für sich, absolut beeindruckend."

Die Begegnung in Hagen eröffnet einen Spieltag, der es in sich hat: Am Samstag muss Tabellenführer UBC Münster in Sechtem (6.) Farbe bekennen, die RheinStars Köln (2.) erwarten den FC Schalke 04 (4.) - damit ist die Top 6, aus der am Ende mit absoluter Sicherheit der Meister kommt, unter sich. "Die drei Sieger würden schon ein Ausrufezeichen setzen", sagt Oehmen, der allerdings nicht unbedingt davon ausgeht, dass im bärenstarken Westen irgendeine Mannschaft ungeschoren durch die Rückrunde kommt.

Quelle: NGZ
 
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