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Lokalsport
Elephants zeigen Hasenfuß-Basketball

Grevenbroich. Nach einem mit 25:8 gewonnenen ersten Viertel unterliegt der Regionalligist in Ibbenbüren mit 76:81. Von Dirk Sitterle

Seit Samstagabend verfolgt auch die NEW' Elephants die böse Erinnerung an ihre verlorene "Schlacht im Teutoburger Wald". Wie die Römer im Jahre 9 n.Chr erlebte der Basketball-Regionalligist dort eine vernichtende Niederlage, unterlag als Gast des TV Ibbenbüren mit 76:81 (Halbzeit 44:32).

Was die Pleite so schwer verdaulich macht, ist die Leistung nach der Halbzeitpause. "Da hat bei uns jemand komplett die Festplatte gelöscht", stellte Trainer und Manager Hartmut Oehmen entgeistert fest. Dabei war den mit dem Selbstvertrauen von drei Siegen in Folge angereisten Gästen zunächst alles gelungen, das erste Viertel entschieden sie mit 25:8 zu ihren Gunsten. Ein Spielstand, der indes selbst Oehmen einigermaßen suspekt vorkam. Er ahnte: "So konnte es nicht weitergehen." Dass es dann aber dermaßen in die Hose ging, damit hatte er nicht gerechnet.

Schon das zweite Viertel gaben die Elephants mit 19:24 ab, dabei stieg die Wurfquote der Gastgeber von anfänglichen 33 auf 52 Prozent. Was sich dann in Hälfte zwei abspielte, raubte Oehmen den Atem: Seine mit Farid Sadek, Nick Larsen, Lennard Jördell, Terrence Williams, Marko Boksic und Dainius Zvinklys topbesetzte "erste Sechs" kam nach dem Seitenwechsel gemeinsam nur noch auf 15 Punkte. Zum Vergleich: Für die mit fünf Pleiten hintereinander ins Match gegangenen Hausherren legten US-Boy Bobby Naubert (insgesamt 19) und sein mit einem irischen Pass ausgestattete Landsmann Devin Grimes (24) in den zweiten 20 Minuten jeweils 13 Zähler auf.

Zudem kaufte der TVI den Elephants schlichtweg den Schneid ab: Oehmen: "Simon Bennett, der sich als Einziger dagegenstemmte, wurde auf dem Weg zum Korb von hinten einfach weggerätscht und vor allem Grimes betätigte sich ständig, wie in den USA üblich, als Trash-Talker. Aber keinen Vorwurf an Ibbenbüren. Die haben alles dafür getan, um dieses Spiel zu gewinnen." Als Nico Zimmermann die Schiedsrichter, "an denen lag es nicht", per entsprechender Geste auf einen ihm gezeigten "Stinkefinger" habe hinweisen wollen, hätten diese die Situation völlig falsch interpretiert. Prompt warfen sie den "fliegenden Postboten aus der Eifel" mit einem disqualifizierenden Foul aus der Halle. "Aber da hat sich Nico natürlich auch saudämlich verhalten", kritisierte der Coach.

Besonders hart ins Gericht ging er mit zwei seiner Importspieler: "Boksic macht in der zweiten Hälfte nur drei Punkte und verweigert die Würfe. Das ist Hasenfuß-Basketball. Der am Fuß verletzte Zvinklys kommt insgesamt nur auf sechs Punkte, dafür aber in nur 9:52 Spielminuten auf vier Fouls. Das ist unterirdisch."

Quelle: NGZ
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