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Lokalsport
EM-Bronze für Malte Horn

Lokalsport: EM-Bronze für Malte Horn
Malte Horn fuhr in der deutschen Kanadier-Einer-Mannschaft auf den starken dritten Platz hinter Frankreich und Polen. FOTO: privat/woi
Dormagen. Wildwasser-Kanuten des WSC Bayer Dormagen überzeugen bei den Slalom-Europameisterschaften in Krakau. Anna Faber als beste Deutsche Siebte. Von Dirk Sitterle

Powazanie! Respekt holten sich die Wildwasser-Slalomkanuten Anna Faber und Malte Horn vom WSC Bayer Dormagen bei den Europameisterschaften der Junioren und U23 in Polen.

Über Bronze im Teamwettkampf konnte sich Malte Horn bei den Junioren freuen. Gemeinsam mit dem Hildener Sören Loos und dem Augsburger Florian Breuer erkämpfte er in der deutschen Kanadier-Einer-Mannschaft den starken dritten Platz hinter Frankreich und Polen. Am ersten Wettkampftag hatte er in der Einzelwertung das Halbfinale noch knapp verfehlt. Nach dem ersten Qualifikationslauf musste er als 19. ins "Nachsitzen", denn nur 15 Starter qualifizieren sich direkt für das Halbfinale. Im zweiten Durchgang fehlten ihm gerade mal 70 Hundertstelsekunden, um mit den besten Fünf weiterzukommen. In der Endabrechnung belegte er damit den 22. Platz. Danach sagte der Premierengast auf internationaler Bühne: "Ich freue mich auf das Mannschaftsrennen, da kann ich noch mal alles zeigen." Und genau das tat er. Malte Horn fuhr mit seinen Teamkollegen nach einem beherzten Auftritt in die Medaillenränge. Die Entscheidung fiel denkbar knapp aus, die drei siegreichen Teams trennten schließlich nicht einmal eine halbe Sekunde voneinander.

FOTO: Woitschützke, Andreas (woi)

Anna Faber startete bei den U23-Damen fulminant in ihren Wettkampf. Mit einem fehlerfreien Lauf katapultierte sie sich im ersten Durchgang gleich auf den vierten Platz und machte damit alles klar fürs Halbfinale am letzten Wettkampftag. An dem stürzten sich die Kanu-Akrobatinnen bei sengender Hitze hochmotiviert in die kühlen Fluten der Weichsel. Sein Übriges tat das vor den Toren der wunderschön historischen Stadt Krakau gelegene Leistungszentrum der Kanuten, das eine der modernsten europäischen Wildwasseranlage beherbergt. Auf dem flüssig gesteckten Kurs tanzten die Kanutinnen förmlich über Abfälle und Walzen durch 19 Tore bis hinein ins Ziel.

Anna Faber, im vergangenen Jahr Junioren-Europameisterin, sicherte sich mit Rang neun den Einzug ins Finale der besten Zehn. Hier ging sie volles Risiko. Und wurde nicht belohnt: Eine Torberührung und eine Kurskorrektur kurz vor dem Ziel ließen den Traum von einer Medaille zerplatzen. Stolz und zufrieden mit Platz sieben als beste Deutsche steckt die in Augsburg lebende und trainierende Dormagenerin jedoch schon jetzt ihre Perspektiven für die Zukunft ab: "Ich habe gesehen, dass ich auch bei den U23-Damen vorne mitmischen kann. Das motiviert mich für die nächsten Ziele."

Außerdem brachte sie noch einen sechsten Platz im Team mit Carolin Trompeter von der SG Hanau und Rebekka Jüttner vom Leipziger Kanu-Klub ein.

Quelle: NGZ
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