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Lokalsport
Erst in die Frauenkirche - dann ins Geld

Neuss. Der Neusser Trainer Axel Kleinkorres gewinnt auf der Galopprennbahn in Dresden mit Atlantic Cup. Von Klaus Göntzsche

Vor zwei Jahren war der Neusser Trainer Axel Kleinkorres zum letzten Mal auf der Rennbahn in Dresden-Seidnitz. Am Sonntag schickte er seinen dreijährigen Hengst Atlantic Cup auf die circa 500 Kilometer weite Reise in Sachsens Hauptstadt, denn dort stand das mit 25.000 Euro für den Sieger dotierte BBAG-Auktionsrennen auf dem Programm. Der Mut wurde belohnt, denn das Pferd aus Neuss gewann mit Jockey Ian Ferguson das 1200-Meter-Rennen am Ende souverän mit einer Länge Vorsprung und sicherte Besitzer Stefan Zerrath aus Recklinghausen die 25.000 Euro Siegprämie und vor allem berechtigte Hoffnungen für die Zukunft.

Axel Kleinkorres: "Wir könnten jetzt mit ihm in einem ähnlichen Rennen in Hoppegarten antreten. Aber vielleicht versuchen wir es auch in der Goldenen Peitsche." Dieses 70.000-Euro-Rennen um den begehrtesten Ehrenpreis im deutschen Galoppsport (eine echt goldene Peitsche) findet am 28. August während der Großen Woche in Baden-Baden/Iffezheim statt. Es das international wichtigste deutsche Kurzstreckenrennen. Kleinkorres hat vor vielen Jahren schon einmal einen Versuch unternommen, dort zu starten. Drei Tage vorher wurde das Pferd dann hochpreisig nach Hongkong verkauft. Der Vierbeiner wurde umgetauft (ist dort üblich) und gewann noch einige Rennen.

Kleinkorres wagt nicht oft solche Schritte in große Rennen - mit Atlantic Cup wäre es einen Versuch wert. Das Pferd war im Übrigen schon einmal in Iffezheim. Angeboten vom Gestüt Trona der Familie Moser aus Schneverdingen in der Lüneburger Heide wurde er auf der BBAG-Auktion nicht verkauft und ging zurück ins Gestüt. Kleinkorres: "Mir hatte das Pferd aber sehr gut gefallen. Deshalb haben wir ihn dann später doch noch gekauft." Mit Charles Darwin (bei Katja Gernreich) und Atlantic Cup stammen zwei der besten Neusser Rennpferde aus diesem mit viel Herzblut und Einsatz geleiteten Familiengestüt. Kleinkorres nutzte die Dresden-Tour zu einem Besuch der Frauenkirche: "Es war schon sehr beeindruckend." Geschäftsführerin dieses beeindruckenden Bauwerks ist die Rennstallbesitzerin Christine Gräfin von Kageneck, die schon US-Präsident Barack Obama durch die Frauenkirche führte. Kleinkorres genoss den Besuch ohne die Gräfin.

Heute bei den acht Rennen ab 17 Uhr in Krefeld mit Live-Übertragungen nach Frankreich laufen die Kleinkorres-Pferde Pagina de mi vida und American Day.

Das Gewinnen ist zumindest nicht ausgeschlossen vor leeren Rängen bei der zeitgleichen TV-Übertragung aus Paris vom EM-Spiel Deutschland gegen Nordirland.

Quelle: NGZ
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