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Lokalsport
Es regiert die große Ungewissheit

Lokalsport: Es regiert die große Ungewissheit
Wohin geht die Reise? Yasuhito Sunohara (l.) will mit Uedesheim oben angreifen, Christian Bergmayer mit Holzheimer nicht unten reinrutschen. FOTO: woi
Rhein-Kreis. Heute beginnt die Bezirksliga-Saison. Wo genau sie stehen, wissen die meisten Teams aber noch nicht. Von Christos Pasvantis

Wenn es darum geht, ehrliche Saisonprognosen zu stellen, tun sich Trainer verständlicherweise schwer. Insbesondere gilt das natürlich dann, wenn man die Hälfte der Mannschaften, die in der kommenden Saison auf das eigene Team treffen, noch nie hat spielen sehen. Dementsprechend vage fallen die Zielvorgaben der heimischen Bezirksliga-Trainer aus, die es ab sofort mit Konkurrenten aus dem Düsseldorfer Raum zu tun haben werden. Die NGZ verschafft einen Überblick und stellt die Spieler vor, auf die es sich lohnt, in der kommenden Saison zu achten.

Am mutigsten gibt sich die SG Rommerskirchen/Gilbach, die nach der überragenden Vorsaison mit zwischenzeitlich zehn Siegen in Folge zwar Offensivmann Francesco Sidero verlor, laut Trainer Oliver Lehrbach aber dennoch stärker geworden ist: "Die individuelle Qualität haben wir meiner Meinung nach erhöht." In Denis Gulin und Bodo Fieren kamen zwei Innenverteidiger der ersten Güteklasse, zwei Hochkaräter im Angriff sollen folgen: "Da haben wir noch zwei richtige Überraschungen in petto", verrät Lehrbach, der sich festlegt: "An unserer letzten Hinrunde müssen wir uns messen lassen. Da wollen wir wieder hin."

Beim SV Uedesheim kehrte Trainer Ingmar Putz zurück und brachte Samir Saysay, Arthur Graf und Benedikt Günther mit, womit er beinahe wieder die Elf auf den Platz schicken kann, die vor vier Jahren den sensationellen Oberligaaufstieg schaffte. "Das alte Gerüst ist wieder da, nur Andrej Hildenberg hätte ich noch gerne zurückgehabt", sagt Putz mit einem Augenzwinkern im Hinblick auf den inzwischen beim SC Kapellen kickenden Stürmer. Der SVÜ schielt nach oben. Mittelfristig zurück in die Landesliga will auch der TuS Grevenbroich, wobei Trainer Hermann-Josef Otten nichts überstürzt: "Wir müssen uns als Team erst finden, dazu schätze ich die Düsseldorfer extrem stark ein." Der Kader ist breiter geworden, ein Platz im oberen Tabellendrittel sollte damit drin sein.

Zu den Favoriten zählt auch die SG Kaarst, die nach einem Umbruch im Sommer aber zehn Neuzugänge integrieren muss. Neu-Coach Mo Elmimouni: "Ich weiß, dass der Kader gut ist, und die Ansprüche hier im Umfeld sind hoch. Es gibt aber noch eine Menge Baustellen, die ich kitten muss." Bringt die SG ihre offensive Qualität auf den Platz, ist sie aber zwangsläufig ein Aufstiegskandidat.

Anders sieht es bei der DJK Gnadental aus, die einen riesigen Umbruch vollzog und ihre Ambitionen nach unten geschraubt hat. Die Integration klappt laut Trainer Jörg Ferber zwar überraschend gut, dennoch spricht auch er bei seinem Kader von einer "kleinen Wundertüte". Ähnliches trifft auch auf die Holzheimer SG zu, der zum Saisonstart mehrere Leistungsträger fehlen. Nach der guten Rückrunde (Platz sechs) ist Trainer Guido van Schewick selbstbewusst: "Wir wissen jetzt, was wir können und wollen daran anknüpfen."

Den größten Aderlass musste der SC Kapellen II hinnehmen, der die Hälfte seiner Stammelf verlor und vor einem extrem schwierigen Jahr stehen dürfte. "Wir sind jetzt nicht mehr die Gejagten und müssen uns alles erarbeiten", weiß Coach Torsten Müllers. Ausschließlich gegen den Abstieg geht es auch für die beiden Aufsteiger, die allerdings viel Potenzial mitbringen: Der hochkarätig besetzte SV Bedburdyck/Gierath fegte ungeschlagen durch die Kreisliga A und sollte auch eine Liga höher mehr als konkurrenzfähig sein, der FC Delhoven stieg bereits vor zwei Jahren aus der Bezirksliga ab, hat seine Mannschaft seitdem aber verbessert. "Wir sind einen Schritt weiter in unserer Entwicklung", sagt Coach Sascha Querbach.

Quelle: NGZ
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