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Basketball
Farid Sadek - der Eisenharte

Basketball: Farid Sadek - der Eisenharte
Basketballverrückt: Der am Kreuzband operierte Farid Sadek will morgen unbedingt noch mal für die Elephants auflaufen. FOTO: Georg Salzburg
Grevenbroich. Nur knapp vier Monate nach seiner Knie-OP gibt der Guard sein Comeback bei den Elephants. Von Dirk Sitterle

Im Sport gilt disziplinübergreifend die alte Faustregel: Am Kreuzband operierte Athleten benötigen mindestens sechs Monate, um auf das Spielfeld zurückkehren zu können. Nicht so Farid Sadek. Der drahtige Regisseur des Basketball-Regionalligisten NEW' Elephants will morgen Abend (19.30 Uhr, Sporthalle Gustorf) im letzten Saisonspiel gegen das bereits abgestiegene Schlusslicht SG ErftBaskets Euskirchen unbedingt sein Comeback geben - nur knapp vier Monate nach seinem Eingriff am Knie.

"Wenn wir am Ende klar führen sollten, wird er seinen Auftritt bekommen", verspricht Trainer Hartmut Oehmen. Zu bremsen ist Sadek ohnehin nicht, schon seit einigen Wochen lässt er im Training keine Einheit aus. "Wenn er bei uns nicht trainieren darf, macht er das halt woanders", sagt der Coach in gespielter Verzweiflung. "Da ist es mir lieber, ich habe ihn unter Kontrolle." Seine Qualitäten im Spielaufbau bringt der 31-Jährige auch mit halber Kraft aufs Parkett. "Er dirigiert, er treibt an, er ist einfach ein Anführer", lobt Oehmen.

Ein Feuer, das die Elephants und ihre Zuschauer auch in der kommenden Saison erwärmen könnte, denn wie alle seine Teamkollegen hat Farid Sadek schon durchblicken lassen, dass er sehr gerne in Grevenbroich bleiben würde. Den gestrigen Mannschaftsabend auf der Kegelbahn der Vereinsgaststätte Jägerhof in Orken nutzte Oehmen bereits zu ersten konkreten Vertragsgesprächen: "Ich glaube, wir haben den Kader schon im April fertig - und zwar bis auf den letzten Platz."

Gegen Euskirchen will sich seine Mannschaft mit einer Basketball-Show von ihrem Publikum verabschieden. "Klasse wäre, wir könnten unseren Zuschauern den dritten 100er-Pack in Folge bieten", sagt Oehmen mit Blick auf die beiden zurückliegenden Heimsiege gegen Ibbenbüren (108:65) und Dorsten (104:83). Genau das will SG-Trainer Stefan Schäfer verhindern "Die Luft ist einfach raus. Trotzdem haben wir vor allem an der Defense gearbeitet und werden versuchen, ein solches Topteam wie Grevenbroich unter 100 Punkten zu halten."

Das dazu nötige Spielerpersonal hat er durchaus. Allen voran der mit einem englischen Pass ausgestattete Kanadier Kristoffer Douse, der in seinen bislang neun Einsätzen für die SG ErftBaskets durchschnittlich 21,8 Punkte erzielt hat. Zudem leistete sich Schäfer zwischenzeitlich der Luxus, in Phil Godfrey - im Trikot der NVV Lions Mönchengladbach einer der besten Schützen der Zweiten Bundesliga Nord - und dem Kanadier Ben Haile gleich zwei Profis aus Übersee zu bezahlen. Einer von beiden saß damit stets auf der Tribüne. Zweitbester Scorer im Team ist mit 16,8 Zählern im Schnitt Nicolas Zimmermann. "Ein Kämpfer und Wühler unter dem Korb", versucht sich Oehmen an einer Kurzcharakteristik. Auch schon mal in der 2. Liga aktiv war Lotola Otshumbe.

Um in Wettkampfstimmung zu kommen, spielten die Elephants unter der Woche im Training Flag-Football - eine Light-Variante (ohne Körperkontakt) des American Football. Oehmen: "Dabei hatten wir zwei Stunden Mörder-Spaß."

Quelle: NGZ
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