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Lokalsport
Felicitas Merker holt EM-Silber im Siebenkampf

Rhein-Kreis. Großer Triumph für Felicitas Merker: Bei der Gehörlosen-Europameisterschaft im polnischen Bydgoszcz erreichte die Leichtathletin mit neuem persönlichen Punkterekord den zweiten Platz im Siebenkampf und holte damit die erste Medaille für Deutschland bei den Wettkämpfen.

Die für die DJK Rheinkraft und für den TSV Bayer Dormagen startende Merker, von allen nur "Fee genannt, rang nach dem bislang mit Abstand besten Resultat ihrer Karriere um Fassung: "Ich bin noch sprachlos und kann bis jetzt noch nicht begreifen, dass ich tatsächlich Silber geholt habe." Woher sie ihren plötzlichen Leistungsschub nahm, wird sie wohl selber nicht wissen, mit satten fünf neuen persönlichen Bestleistungen absolvierte Merker zweifelsohne den Siebenkampf ihres Lebens. Die 1,50 Meter im Hochsprung, 10,67 Meter im Kugelstoßen, 27,41 Sekunden über 200 Meter, 5,16 Meter im Weitsprung und 25,18 Meter im Speerwurf bedeuteten allesamt Karrierebestwerte für die 23-jährige. Mit 15,99 Sekunden über 100 Meter Hürden stellte sie zudem eine Saisonbestleistung auf, komplettiert wurde ihr Auftritt durch 2:39,63 Minuten über 800 Meter, was ein Endergebnis von 4152 Punkten bedeutete. Betreut wurde die Athletin in Polen von Bundestrainer Guido Kluth (DJK Rheinkraft).

Für sie soll die Silbermedaille im Idealfall aber nicht das einzige Mitbringsel aus Osteuropa bleiben. In Polen trat sie gestern auch im Kugelstoßen an, heute ist sie mit der 4x100-Meter-Staffel am Start. Die an der Sporthochschule Köln mit der Spezialisierung Training und Leistung studierende Merker blickt zudem ehrgeizig in die Zukunft: Die nächsten Ziele sind die Hallen-EM in Polen und die Weltmeisterschaft 2016 sowie die Olympischen Spiele der Gehörlosen (Deaflympics) 2017 in der Türkei.

(pas-)
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