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Lokalsport
Fernduell um den Klassenverbleib

Rhein-Kreis. Die DJK Gnadental kann morgen ein weiteres Jahr in der Bezirksliga buchen. Rommerskirchen lauert dahinter. Von Christos Pasvantis

Die DJK Gnadental hat sich vor dem vorletzten Bezirksliga-Spieltag eine gute Ausgangslage im Kampf um den Ligaverbleib erarbeitet. Rommerskirchen kämpft zu Hause gegen den drohenden Abstieg. Zudem hoffen beide auf Bedburdycker Schützenhilfe.

TuS Grevenbroich (8.) - DJK Gnadental (14.). Die Ausgangslage ist für Gnadental einfach: Angesichts eines Vorsprungs von drei Punkten und des deutlich besseren Torverhältnisses gegenüber Rommerskirchen und dem Relegationsplatz würde die DJK den Klassenverbleib mit einem Sieg beim TuS de facto perfekt machen - und gleichzeitig einem Endspiel gegen "Roki" am letzten Spieltag aus dem Weg gehen. "Die Lage hat sich für uns nicht verändert", glaubt Trainer Jörg Ferber, "denn wir brauchen einen Sieg." Dass bei einem Patzer des Konkurrenten unter Umständen auch ein Punkt schon Gold wert sein könnte, interessiert ihn dabei nicht: "Wir werden voll auf Sieg spielen, alles oder nichts. Ich hoffe wirklich, dass wir dieses Endspiel zu Hause nicht mehr brauchen."

Dass es dabei an die alte Wirkungsstätte geht, wo Ferber den TuS in der Landesliga von 2011 bis 2013 trainierte, freut ihn umso mehr. "Ich hoffe, dass sich noch einige an meinen Namen erinnern und es uns nicht ganz so schwer machen", sagt er mit einem Augenzwinkern. Dass die Grevenbroicher, für die es im Grunde ja bereits seit Monaten um nichts mehr geht, nicht bereit sind, irgendetwas zu verschenken, haben sie in den vergangenen Wochen aber unter Beweis gestellt: Beim verrückten 5:4-Auswärtssieg in Lohausen drehte man vor einer Woche einen 2:4-Rückstand. Bei mit allen Mitteln kämpfenden Rommerskirchen gewannen sie zwei Wochen zuvor trotz Pausenrückstand mit 3:1. Doch auch Gnadental ist formstark: Fünf der letzten acht Partien - und damit mehr als in der gesamten Hinrunde - gingen an die Neusser. "Das sah zuletzt sehr gut aus. Und auch die Spiele, die wir da verloren haben, hätten wir alle gewinnen können", findet Ferber.

SG Rommerskirchen/Gilbach (15.) - Lohausener SV (12.). Die SG muss in beide Richtungen schauen: Einerseits ist die Hoffnung, Gnadental noch zu überholen, angesichts des Restprogramms alles andere als unrealistisch. Andererseits lauert aber auch TuRU Düsseldorf II, das derzeit auf einem direkten Abstiegsplatz liegt, mit nur zwei Punkten Rückstand. "Wenn es am Ende die Relegation wird, dann ist das eben so. Für uns gilt es am Sonntag einfach, unsere Hausaufgaben zu machen und uns ein vermeintliches Endspiel am letzten Spieltag zu erkämpfen", sagt Trainer Oliver Lehrbach. Entscheidend sei dabei die mentale Komponente: "Die letzten Partien waren von uns insgesamt alle in Ordnung. So langsam wird es aber auch zur Kopfsache. Je enger es wird und je weniger Möglichkeiten es gibt, desto größer wird der Druck. Wir dürfen da nicht verkrampfen." Dem Gast aus Lohausen will er dabei keine große Rolle beimessen: "Ob ein Gegner, der schon gerettet ist, im letzten Auswärtsspiel bis zur 90. Minute 110 Prozent geben wird, weiß ich nicht. Wir dürfen aber ohnehin nur auf uns gucken."

Ansonsten spielen: Ein Auge dürften "Roki" und Gnadental vor allem auf den SV Bedburdyck/Gierath haben, der sich mit einer engagierten Leistung bei TuRU Düsseldorf II Sympathien erspielen könnte. Der als Aufstiegsrelegationsteilnehmer feststehende SV Uedesheim wird im Neusser Stadtduell bei der Holzheimer SG wohl einige Stammkräfte schonen, während die Gastgeber nach sechs Siegen in Serie sogar noch Tabellenplatz vier im Auge haben. Die SG Kaarst empfängt den SSV Berghausen, Tabellenschlusslicht SC Kapellen II trifft zu Hause auf den TSV Eller 04. Um 15.30 Uhr ist der FC Delhoven beim MSV Düsseldorf gefordert.

Quelle: NGZ
 
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