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Feurige Duelle bei sibirischer Kälte

Lokalsport: Feurige Duelle bei sibirischer Kälte
Es geht zur Sache: Wie hier am vergangenen Wochenende im Duell zwischen Nievenheim und Jüchen/Garzweiler kämpfen die Landesliga-Fußballer um jeden Zentimer Boden. Große Brisanz steckt im Gastspiel des SCK in Meerbusch. FOTO: Tinter
Rhein-Kreis. Landesliga: Kapellen tritt in Meerbusch an, Nievenheim hofft in der Fremde auf Trendwende und Jüchen ist auf der Hut. Von Dirk Sitterle

Eisfest müssen die Kicker der drei für den Fußballkreis 5 in der Landesliga (1) tätigen Klubs sein, denn am Wochenende kommt mit der "Russenpeitsche" sibirische Kälte nach Deutschland. SC Kapellen fordert Tabellenführer heraus Klar, der unschöne Abschied des kurz darauf in Meerbusch untergekommenen Trainers Toni Molina in der Abstiegssaison des SCK aus der Oberliga ist noch nicht vergessen, soll jedoch im direkten Duell am Sonntag (15 Uhr) auf dem Rasenplatz in Lank keine Rolle spielen. "Das ist kein Thema, das man in der Presse diskutieren muss", sagt Trainer Oliver Seibert. Viel interessanter seien für ihn die komplett unterschiedlichen Konzepte der beiden Oberliga-Absteiger: "Wir haben uns bei der Neuausrichtung vor allem auf Spieler aus dem Kreis und der Region konzentriert, Meerbusch hat mit all seiner Finanzkraft zugeschlagen und sich sogar in der Oberliga bedient." Dass beim 3:3 (nach 1:3-Rückstand) des TSV am vergangenen Wochenende in Amern sowohl Marcel Kalski als auch der Ex-Kapellener Lennart Ingmann "Rot" sahen, mache den Spitzenreiter nicht um ein Mü schwächer. "Das ist die Crème de la Crème der Liga."

Im turbulenten Hinspiel (3:2) hatte Kapellen den Meerbuschern mit einem Last-Minute-Treffer von Kilian Lammers die bislang einzige Saisonniederlage zugefügt. Aber: Bei den Gästen fallen in Christopher Möllering (zwei Wochen) und Alen Arnautovic (vier) gleich beide Torhüter verletzt aus, so dass wie schon in der Endphase gegen Heiligenhaus (1:2) wiederum Miguel Ferreira einspringen muss. Seibert vertraut dem 20-Jährigen ("Er hat diese Chance verdient."), muss sich für den Notfall nun aber selber die Torwarthandschuhe einpacken. VdS Nievenheim darf endlich wieder auswärts ran Nach drei Niederlagen in Folge an heimischer Südstraße ist Trainer Sascha Querbach ganz froh, dass er mit seinen Schützlingen beim ASV Mettmann antritt. "Auswärts zu spielen, ist vielleicht nicht so verkehrt", hofft er. Obwohl die Gastgeber auf Abstiegsplatz 16 nur noch fünf Punkte hinter Nievenheim liegen, will Querbach von Druck gar nichts wissen: "So etwas gibt es im Amateurfußball nicht, da solltest du einfach nur Spaß haben." Der hält sich in Mettmann gerade in Grenzen: Trainer Maik Franke, der im November auf Meher Siala gefolgt war, plant nicht mehr mit dem torgefährlichen und oberligaerfahrenen Spielmacher Daniel Rehag. "Er hat wiederholt die Mannschaft im Stich gelassen." Zuletzt verlor sein Team dreimal in Folge. Unabhängig davon ist Querbach überzeugt: "Wir haben alle Möglichkeiten, dieses Spiel zu gewinnen." Zu Hause hatte Nievenheim den ASV mit 4:2 geschlagen. Wieder in den aktiven Kader zurück kehrt nach seiner Gelbsperre Nils Dübbert. Routinier Stephan Volk ist angeschlagen. Querbach: "Eine größere Breite im Training könnte uns in dieser Situation nicht schaden." VfL Jüchen/Garzweiler könnte sich absetzen Die Viktoria ist auf dem besten Weg, sich frühzeitig das Ticket für eine weitere Saison in der Landesliga zu sichern. Zwei Siege in Folge haben den Abstand zum ersten Abstiegsplatz auf zehn Punkte anwachsen lassen. Trotzdem geht Trainer Michele Fasanelli mit seinen Jungs hochmotiviert ins Duell mit dem MSV Düsseldorf. Denn auf heimischem Terrain hatte der Neuling gegen Jüchen einen 1:3-Rückstand noch in einen 4:3-Erfolg verwandelt. "Und das aufgrund der zweiten Hälfte auch völlig verdient", stellt Fasanelli rückblickend klar und mahnt: "Die haben gute Fußballer in ihren Reihen und sind sehr konzentriert in ihrem Defensivverhalten."

Die Vorbereitung des VfL litt etwas unter den widrigen Platzverhältnissen. Fasanelli: "Unser Kunstrasen war leicht angefroren, das ist grenzwertig, aber es geht." Er will morgen aber unbedingt spielen, egal ob auf Natur- oder Kunstrasen. "Damit erst gar keiner auf komische Ideen kommt, etwas ein Nachholspiel am Ostermontag ..." So ganz allmählich leert sich auch die Krankenstation an der Stadionstraße. Fasanelli erleichtert: "Am Dienstag fehlten noch sieben Mann beim Training, am Donnerstag waren es nur noch vier." Passen muss bislang nur Mohamed Chaibi, der wärmere Tage in Thailand verbringt.

Quelle: NGZ
 
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