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Fußball
Frimmersdorf/Neurath feiert ausgelassen

Fußball: Frimmersdorf/Neurath feiert ausgelassen
Volles Haus in Holzheim: In Dreierreihen verfolgten die Zuschauer am Spielfeldrand, wie sich die SG Frimmersdorf/Neurath in der Verlängerung gegen den VfR Neuss zu behaupten wusste. FOTO: Woitschützke
Rhein-Kreis. Die Fußballer aus Grevenbroich schlagen im Aufstiegsspiel zur Kreisliga B den VfR 06 Neuss mit 2:0. Von Dirk Sitterle

In dem durchaus löblichen Bemühen, seine Anhänger für das Aufstiegsspiel in die Fußball-Kreisliga B gegen die SG Frimmersdorf/Neurath zu mobilisieren, hat der VfR 06 Neuss möglicherweise etwas übers Ziel hinausgeschossen. Zwar gaben dem in Holzheim ausgetragenen Endspiel mehr als 500 Zuschauer einen prächtigen Rahmen, doch feiern durften nach 120 Minuten die Kicker von der Grenze des Rhein-Kreises Neuss. Nach dem 2:0-Erfolg (0:0) kündigte SG-Trainer Kevin Hahn an: "Das wird eine sehr lange Nacht!"

Der VfR 06, auf Facebook mit dem Spruch "Heute ist ein guter Tag zum Aufsteigen" unterwegs, fühlte sich in der freiwillig übernommenen Favoritenrolle zunächst pudelwohl, trieb den Ball mit gefälligen Kombinationen vor das gegnerische Gehäuse. Das Problem: So richtig gefährlich wurden die Grün-Weißen dabei nicht. Womöglich hätte ihnen ein Elfmeter geholfen, aber nach einer ziemlich ungeschickten Attacke von Tobias Köcher gegen den freilich allzu bereitwillig zu Boden sinkenden Florian Hillebrand ließ der nicht fehlerfreie, aber jederzeit souveräne Schiedsrichter Heinz Hübinger (SG Erfttal) weiterspielen (38.).

Auch in Hälfte zwei wirkte das Spiel des einstigen Regionalligisten gefälliger, mehr als ein Abseitstreffer von Nazibi Ejupi (55.) kam dabei indes nicht heraus. Genau das war für VfR-Trainer Yildirim Yilmaz der Knackpunkt der Partie: "Wir waren lange die bessere Mannschaft, aber im Fußball entscheiden nun mal die Tore." Nach gut einer Stunde wurden auch die bis dahin ausschließlich auf Konter setzenden Grevenbroicher munterer und folgten damit der vom Coach ausgegebenen Taktik: "Wir wussten, dass der mit vielen schon älteren Spielern besetzte Gegner konditionelle Probleme bekommen würde." Um den Fitnesszustand seiner Truppe machte er sich dagegen gar keine Sorgen - trotz der schwülen Luft und der Belastung des gerade einmal eine Woche zurückliegenden Relegationsspiels gegen die DJK Rheinkraft II, das ebenfalls erst in der Verlängerung entschieden worden war.

Gestützt auf die extra fürs Saisonfinale reaktivierten Routiniers Benny Lorenz und Sascha Seidelmeyer holt der auch schon mal in der Bezirksliga tätige Zuschauerkrösus der Liga zum entscheidenden Schlag aus: Zu Beginn der zweiten Hälfte der Verlängerung wuchtete Lorenz das von seinem Kollegen Alexander Weinberg hoch in den Strafraum geschlagene Leder mit dem Kopf ins Netz (107.), eine Minute vor Schluss machte Weinberg mit dem 2:0 alles klar. "Ich bin trotzdem stolz darauf, was wir in dieser Saison erreicht haben", sagte Yilmaz leise.

Quelle: NGZ
 
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