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Fünfkampf um das rettende Ufer

Lokalsport: Fünfkampf um das rettende Ufer
Ohne Rücksicht auf Verluste: Ob es nun Stürmer Meikel Kupper (l.) und seinen FC Delhoven trifft oder Abwehrchef Mehmet Yilmaz und die DJK Gnadental - retten können wird sich am 34. Spieltag nur noch einer der beiden. FOTO: a. woitschützke
Rhein-Kreis. Sieben Spieltage sind in der Bezirksliga noch zu absolvieren. Während Uedesheim einen wichtigen Schritt zum Aufstieg machen kann, geht es im Tabellenkeller ums blanke Überleben. Vier Kreisvertreter stecken tief im Abstiegskampf. Von Christos Pasvantis

Der Abstiegskampf könnte vor den entscheidenden Saisonwochen kaum enger sein. Am Ende versuchen wohl noch fünf Teams, den drei Abstiegsrängen und dem Relegationsplatz zu entkommen. Oben kämpft der SV Uedesheim derweil um die Rückkehr in die Landesliga. Vor den letzten sieben Spielen beleuchtet die NGZ die Ausgangslage der Teams, die noch um ihre Zukunft spielen.

2. Platz: SV Uedesheim, 53 Punkte, 53:33 Tore. Das Heimspiel gegen den SSV Berghausen könnte für den SVÜ das wichtigste der Saison sein. Mit einem Sieg hätte man sechs Punkte Vorsprung auf den Tabellendritten und den Relegationsplatz fast sicher. Gleichzeitig könnte man ob des Spiels zwischen Tabellenführer MSV Düsseldorf und dem VfB Hilden II entweder Boden nach oben gutmachen oder einen weiteren Verfolger abschütteln. "Mit einem Sieg können wir Berghausen wegdrücken. Das ist unser Ziel", sagt Trainer Ingmar Putz. Dessen Elf machte zuletzt einen extrem stabilen Eindruck: Uedesheim gewann neun der letzten zehn Pflichtspiele. Das Restprogramm: Berghausen (H), Eller (A), Schwarz-Weiß Düsseldorf (H), Kapellen II (H), Kaarst (A), Holzheim (A), TuRU II (H).

13. Platz: SG Kaarst, 35 Punkte, 59:51 Tore. Schon geht es schnurstracks in den Süden der Tabelle, wo in Kaarst bei neun Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz alles auf den Klassenverbleib hindeutet - wie übrigens auch in Holzheim und Bedburdyck/Gierath, die angesichts von je zehn Punkten Polster entgegen der Beteuerungen ihrer Trainer gar nicht mehr in dieser Auflistung auftauchen. Kaarst kann mit einem Dreier in Delhoven letzte Zweifel ausräumen, Trainer Yasar Kurt warnt aber: "Wir spielen bei einem Gegner, für den das vielleicht die letzte Möglichkeit ist, sich zu befreien." Dass sein Team die Nerven dazu hat, bewies es jüngst gegen Gnadental (2:1) und in Rommerskirchen (1:0). "Da haben wir gesehen, wie eng solche Spiele sind", sagt Kurt. Das Restprogramm: Delhoven (A), Unterrath (H), Büderich (A), Bedburdyck (A), Uedesheim (H), Berghausen (H), Eller (A).

14. Platz: DJK Gnadental, 26 Punkte, 44:59 Tore. Die ganz heiße Zone beginnt auf Platz 14, der als letzter noch zum direkten Klassenverbleib reicht. DJK-Trainer Jörg Ferber ist vor dem Heimspiel gegen Schwarz-Weiß Düsseldorf angespannt: "Wir müssen gewinnen. Da gibt es keine Ausreden mehr." Eine unglückliche Niederlage sei nicht drin: "Wir müssen noch vier Spiele gewinnen, damit wir nicht absteigen." Dass die DJK in vier von sieben Spielen Heimrecht hat und in den letzten beiden gegen TuRU II und Rommerskirchen echte Endspiele am Nixhütter Weg erwartet, kann ein Vorteil sein. Muss aber nicht, denn die DJK hat erst zwei Heimspiele gewonnen. Das Restprogramm: Schwarz-Weiß (H), Holzheim (A), MSV Düsseldorf (H), TuRU II (H), Hilden II (A), TuS Grevenbroich (A), Rommerskirchen (H).

15. Platz: SG Rommerskirchen/Gilbach, 26 Punkte, 31:47. Schon beim Blick auf das Torverhältnis wird klar, woran es bei "Roki" hapert. Der mit Abstand harmloseste Angriff der Liga muss endlich aufwachen, denn viele Chancen hat die SG bei einem knüppelharten Restprogramm nicht mehr. "Wut im Bauch" erwartet Trainer Oliver Lehrbach morgen im Heimspiel gegen die Holzheimer SG von seinem Team, das in der Vergangenheit viel zu oft Ergebnisse einfuhr, die nicht zur gezeigten Leistung passten. Das Restprogramm: Holzheim (H), TuRU II (A), TuS Grevenbroich (H), Hilden II (H), MSV (A), Lohausen (H), Gnadental (A).

16. Platz: TuRU Düsseldorf II, 26 Punkte, 37:57. Auf dem ersten direkten Abstiegsplatz liegen die Düsseldorfer, die nur eins der letzten elf Spiele gewannen und morgen beim TuS Grevenbroich gastieren. Der wird als Tabellensiebter eine zufriedenstellende Saison in aller Ruhe zu Ende spielen. Der Trend spricht gegen die TuRU, die angesichts der kurz vor dem Klassenverbleib stehenden Erstvertretung aber noch wertvolle Oberliga-Unterstützung erhalten könnte. Das Restprogramm: TuS Grevenbroich (A), Rommerskirchen (H), Unterrath (H), Gnadental (A), Delhoven (H), Bedburdyck (H), Uedesheim (A).

17. Platz: FC Delhoven, 22 Punkte, 37:66 Tore. Delhoven steht nach der ernüchternden 3:4-Pleite bei Schlusslicht Kapellen mit dem Rücken zur Wand. Gegen Kaarst muss jetzt eine Reaktion folgen, dann könnte die Rettung tatsächlich noch gelingen. Das Restprogramm: Kaarst (H), Schwarz-Weiß (A), Hilden II (H), Holzheim (H), TuRU II (A), MSV (A), TuS Grevenbroich (H).

18. Platz: SC Kapellen II, 20 Punkte, 38:80 Tore. Die SCK-Reserve hält wacker durch und lässt sich einfach nicht abschreiben. In Unterrath muss laut Trainer Torsten Müllers jetzt nachgelegt werden: "Da brauchen wir irgendwie drei Punkte. Wenn wir das schaffen, ist alles noch machbar." Unterstützung von oben gibt es im Gegensatz zur TuRU aber nicht. Das Restprogramm: Unterrath (A), Bedburdyck (H), Berghausen (A), Uedesheim (A), Büderich (H), Eller (H), Lohausen (A).

Quelle: NGZ
 
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