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Serie Rio Fest Im Blick
Für Nina Hemmer wird es ernst

Serie Rio Fest Im Blick: Für Nina Hemmer wird es ernst
Das olympische Quartett des AC Ückerath, v.l.: Stephanie Groß (7. 2004), Laura Mertens (4. der Olympischen Jugendspiele 2010) und die aktuellen Rio-Starterinnen Nina Hemmer und Jessica Blaszka, die für die Niederlande antritt. FOTO: ACÜ
Neuss. Die Ringerin des AC Ückerath ist die letzte Medaillenhoffnung des Rhein-Kreises bei Olympia. Von Volker Koch

Ückerath Michael Faller hat seine ersten Einsätze in der Carioca Arena 2 in Rio de Janeiro schon hinter sich: Seit Sonntag laufen dort die olympischen Ringer-Wettbewerbe, und der Kampfrichter aus Reihen des KSK Konkordia Neuss ist seither als Mattenpräsident gefordert.

Heute greifen auch die Ringerinnen ins Geschehen ein - mit von der Partie sind dann auch zwei Athletinnen mit Bezug zum Rhein-Kreis Neuss. Jessica Blaszka geht in der Gewichtsklasse bis 48 Kilogramm zwar für ihr Heimatland Niederlande an den Start, doch die 24-Jährige ist Mitglied beim AC Ückerath und trainiert auch am Bundesleistungsstützpunkt in Dormagen. Das tut auch Aline Focken: Die 25-Jährige vom KSV Krefeld, in Neuss bei der medicoreha als Sportlehrerin beschäftigt, gilt in der Klasse bis 69 Kilogramm, in der sie 2014 Weltmeisterin und vor einem Jahr WM-Dritte wurde, als Anwärterin auf eine Medaille.

Am Donnerstag wird es dann für die letzte verbliebene Medaillenhoffnung aus einem Verein des Rhein-Kreises ernst: Nina Hemmer (AC Ückerath) muss ab 10 Uhr Ortszeit (bei uns 15 Uhr) in der Gewichtsklasse bis 53 Kilogramm auf die Matte. "Wir hoffen, dass sie auch in den entscheidenden Runden noch dabei ist, die nach unserer Zeit von 21 bis 24 Uhr auf dem Plan stehen", sagt ACÜ-Vorsitzender Detlev Zenk.

Er verabschiedete die 23-Jährige am vergangenen Freitag gemeinsam mit Jens Nettekoven, dem Präsident des Ringerverbandes NRW, sowie Landestrainer Heinz Schmitz Richtung Rio. "Ich werde mein Bestes geben", sagt Nina Hemmer, die im Frühjahr mit der Bronzemedaille von den Europameisterschaften der Frauen zurückkehrte.

Favoritin in ihrer Gewichtsklasse ist trotz ihrer bereits 33 Jahre die Japanerin Saori Yoshida, die seit der Einführung des Frauenringens bei Olympischen Spielen alle drei Goldmedaillen in Athen (2004), Peking (2008) und London (2012) gewann. Bei Yoshidas Premiere vor zwölf Jahren war auch eine Ückeratherin dabei: Stephanie Groß belegte in Athen Rang sieben.

"Mit ihr, den beiden Rio-Fahrerinnen und Laura Mertens, die bei den ersten Olympischen Jugendspielen 2010 Vierte wurde, kommen wir auf vier Olympia-Teilnehmerinnen - für unseren kleinen Verein nicht schlecht", rechnet Detlev Zenk vor.

Quelle: NGZ
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