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Für Springe das wichtigste Spiel der Saison

Lokalsport: Für Springe das wichtigste Spiel der Saison
Robin Doetsch, hier im mit 28:25 gewonnenen Hinspiel gegen Springes Torhüter Mustafa Wendland, ist die Belastung, auf Rechtsaußen sechzig Minuten durchspielen zu müssen, inzwischen deutlich anzumerken. FOTO: Heinz Zaunbrecher
Dormagen. Vorletzter gegen Letzter - TSV Bayer Dormagen gastiert heute zum Zweitliga-Kellerduell bei Handballfreunden Springe. Von Volker Koch

Vielleicht ist die heutige Partie schon ein Vorgeschmack, was die Handballer des TSV Bayer Dormagen in der kommenden Spielzeit erwartet: Die Halle im Schulzentrum Springe, in der um 18 Uhr das Kellerduell der Zweiten Liga zwischen dem Vorletzten und dem Tabellenletzten angepfiffen wird, bietet gerade mal 500 Zuschauern Platz. Die gastgebenden Handballfreunde (HF) haben in ihren bisherigen 13 Heimspielen (inklusive derer in der Rattenfängerhalle im benachbarten Hameln) im Schnitt 567 pro Partie angelockt.

Das sind Zahlen wie in der Dritten Liga. Und die Wahrscheinlichkeit, dass die Dormagener in der kommenden Saison in dieser ungeliebten Spielklasse auflaufen müssen, könnte heute Abend einen entscheidenden Tick größer werden - dann nämlich, wenn sie mit leeren Händen aus Springe zurückkehren. Dann würde der Rückstand zum Vorletzten bereits drei Punkte betragen - von dem zum rettenden Ufer ganz zu schweigen.

Von der "letzten Chance" möchte Jörg Bohrmann trotzdem nicht sprechen mit Blick auf den heutigen Abend. "Wir schauen nicht auf die Tabelle, sondern nur auf das nächste Spiel", sagt der Dormagener Trainer. Um das erfolgreicher zu gestalten als die jüngsten vier, aus denen seine Schützlinge keinen Punkt holten, habe man unter der Woche "ein paar Stellschrauben" verändert. Dabei hat Erik Wudtke geholfen. "Wir haben uns ausgetauscht und gemeinsam mit der Mannschaft ein paar Dinge erarbeitet", mehr möchte Bohrmann über die neue Zusammenarbeit mit dem bisherigen Jugendkoordinator und Co-Trainer der Junioren-Nationalmannschaft nicht sagen.

Nur so viel: "Es war gut, dass Erik in dieser Woche da war", schließlich fiel Co-Trainer Tobias Plaz grippekrank aus. Heute soll er ebenso wie einige unter der Woche kränkelnde Spieler wieder dabei sein, von den Langzeitverletzten kehrt freilich noch keiner in den Kader zurück. Erik Wudtke wird nicht mit nach Springe reisen - die von ihm betreute C-Jugend steht heute Abend im zweiten Endspiel um die Mittelrhein-Meisterschaft.

Die Gastgeber messen der heutigen Partie offensichtlich eine größere Bedeutung bei: "Das wird das wichtigste Spiel der Saison. Ich hoffe, dass unsere Fans die Mannschaft wieder lautstark nach vorne treiben", sagt HF-Manager Dennis Melching. Und denkt gleich über den Abpfiff hinaus: "Im Falle eines Erfolges können wir den positiven Rückenwind in die nächsten Spiele gegen Hagen Rostock tragen." Der Trend spricht eindeutig für die Handballfreunde: 7:3 Punkte holte Springe aus den letzten fünf Spielen, hat in diesem Kalenderjahr noch nicht verloren und demontierte in der Vorwoche den SV Henstedt-Ulzburg mit einem 28:16-Auswärtssieg.

Trotzdem warnt Slava Gorpishin, der im Dezember seinen bisherigen Chef Sven Lakenmacher auf der Trainerbank ablöste: "Wir haben in den letzten Wochen eine gute Abwehr gespielt und hatten mit Robert Wetzel einen starken Torhüter, aber das Spiel gegen Dormagen wird wieder eine ganz schwere Aufgabe, die wir nur erfolgreich absolvieren können, wenn wir uns wieder als Team präsentieren und einer für den anderen kämpft." Nicht dabei sein wird Maximilian Kolditz - der bisher erfolgreiche Springer Torschütze hat einen Sehnenanriss im Fuß.

Quelle: NGZ
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