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Lokalsport
Galopp: Axel Kleinkorres will Trainer in Neuss bleiben

Neuss. Wenn die wenigen Pferde aus dem Stall der Neusser Trainerin Katja Gernreich laufen, werden sie oft unterschätzt. Vor allem dann, wenn es in Rennen mit kopfstarken Feldern und den sogenannten "großen Trainern" geht. Das war beim Renntag am Raffelberg in Mülheim an der Ruhr nicht anders, als der von ihr trainierte bereits zehnjährige Wallach Dome Rocket antrat. Von Klaus Göntzsche

Mit Jozef Bojko, der die Gernreich-Pferde gelegentlich auch im Training reitet, ging Dome Rocket im Feld von zwölf Pferden konsequent an die Spitze, verteidigte diesen Vorsprung beharrlich bis ins Ziel und bescherte der strahlenden Trainerin den Renngewinn von 2500 Euro. Im Grunde rechneten alle damit, das Dome Rocket auch kurz vor dem Ziel noch überlaufen wurde, doch das war ein Trugschluss. Beim 85. Start im Leben war es der achte Sieg für das Pferd, dessen letzte Leistungen im belgischen Mons/Ghlin schon vorzeigbar waren. Einen weiteren Sieg verpasste Katja Gernreich am Sonntag in Krefeld nur knapp, ihr Schützling Charles Darwin wurde in einem großen Feld beachtlicher Zweiter. Dabei musste sogar das Zielfoto vergrößert werden.

Markante Veränderungen hat es vor geraumer Zeit am Stall von Trainer Axel Kleinkorres gegeben. Nach über vierjähriger Zusammenarbeit haben vier Pferde des Berliner Besitzers Werner Krüger (Unia Racing) den Stall verlassen und gingen zu Yasmin Almenräder auf den Raffelberg nach Mülheim an der Ruhr. Krüger betreibt in der Nähe dieser Bahn einen Pferde-Gnadenhof.

Kleinkorres zu der Trennung von seinem größten Besiter: "Es geschah nicht im Krach. Wir sind auch schon wieder zusammen Abendessen gegangen." Die Erfolge mit den Krüger-Pferden waren überschaubar, die Qualität der Pferde allerdings auch. Zudem waren einige Transfers in den Krüger-Stall nicht so erfolgreich wie erhofft.

Kleinkorres dementierte in diesem Zusammenhang alle Wechselgerüchte nach Mülheim ("schlechte Ställe") und auch zum Mäder-Stall nach Krefeld. Wobei niemand und auch Erika Mäder (67) selbst nicht weiß, wie lange sie noch trainieren will. Kleinkorres sagt klipp und klar: "Ich will in Neuss bleiben, die Trainingsbedingungen sind bestens." Der Rennverein plant jedoch die Aufgabe des kostenintensiven und für ihn defizitären Trainingsbetriebes - eine konkrete Entscheidung steht aber noch aus. Kleinkorres betreut 28 Pferde, Katja Gernreich und Marion Weber je fünf, dazu kommen drei Pferde von Ana Bodenhagen. Webers Sohn Robin gewann in Berlin-Hoppegarten mit Valenko, es war sein achter Sieg in dieser Saison. In der Jockey-Bestenliste steht er damit auf dem beachtlichen Rang sieben.

Quelle: NGZ
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