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Lokalsport
Galopp: Die acht Rennen am Dienstag sind gut besetzt

Neuss. Sie fahren oft in tiefer Nacht Hunderte von Kilometern über die Autobahnen. Diesmal kommen sie aus Österreich und Ungarn, aus München, Iffezheim, Magdeburg, Dresden, dem Oldenburger Land, aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Belgier und Niederländer sind Stammgäste am Hessentor. Alle kennen nur ein Ziel: Neuss und seine Galopprennbahn. Die Transporteure mögen diese Bahn, sie liegt nah an einer Autobahn. Von Klaus Göntzsche

Insgesamt 78 Pferde stehen im Aufgebot der acht Rennen am Dienstag ab 17 Uhr bis gegen 20.15 Uhr, die zur Sicherung der Finanzierung live nach Frankreich übertragen werden. Sieben Pferde kommen aus Neuss: vier von Marion Weber, zwei von Ana Bodenhagen (zurück vom Düsseldorfer Grafenberg) und eines von Katja Gernreich. Wobei die Chancen für einen Weber-Sieg nicht schlecht stehen. Die beiden letzten Siege Neusser Pferde gelangen auf der Bahn von Mons-Ghlin in Belgien. Für die Trainerin Katja Gernreich war Dome Rocket dort erfolgreich und für den mit vielen Pferden angereisten Axel Kleinkorres hieß der Sieger Cloud mit Ian Ferguson.

Die Rennen an einem wenig publikumsfreundlichen Dienstagabend bei risikoreicher Witterung haben in der Turfszene einen beachtlichen Stellenwert. Das dokumentieren nicht nur die Kosten und Mühen der Anreisen der Pferde zum Hessentor. Von den aktuell zehn in der deutschen Rangliste führenden Reitern sind am Dienstag sieben in Neuss am Start. Filip Minarik, Alexander Pietsch, Martin Seidl, Michael Cadeddu, Jozef Bojko, Stephan Hellyn und die 29-jährige Eva-Maria Geisler. Die Dame aus Iffezheim hat unter ihrem Geburtsnamen Zwingelstein den Preis der Perlenkette 2016 in Neuss gewonnen und ist mit 33 Siegen auch in der Nachwuchswertung nicht mehr zu schlagen. Sie war in der Saison 2016 so etwas wie der "Jockey des Jahres."

Der nächste Renntag in Neuss ist am Freitag, 2. Dezember geplant. Unklar ist weiter, ob der erste Renntag des Jahres 2017 am Samstag des 7. Januar in Dortmund-Wambel oder am Neusser Hessentor startet. Sicher ist mittlerweile, dass der Kölner Rennverein entgegen allen Gerüchten keine Winter-Rennbahn baut. Die Ursache ist das flächendeckende Problem fast aller deutscher Veranstalter von Trab-und Galopprennen: kein Geld.

Quelle: NGZ
 
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