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Lokalsport
Galopp gibt es jetzt auch zweimal samstags

Lokalsport: Galopp gibt es jetzt auch zweimal samstags
Dennis Schiergen auf Fame bei seinem Sieg am 14. Juni 2015 in Köln. FOTO: Klaus-Jörg Tuchel
Neuss. Erster Lauf zum "Preis der Perlenkette" morgen auf der Neusser Bahn am Hessentor. Im sechsten Rennen geht Manchurian an den Start. Von Daniel Delius

In der Reihe von ungewöhnlichen Veranstaltungstagen der Neusser Winterrennen hat der Samstag bisher noch gefehlt. Diktiert werden die Termine bekanntlich von dem Partner des deutschen Rennsports, dem französischen Wettanbieter PMU und der hat es scheinbar für opportun gehalten, seinen Kunden nun einmal diesen Wochentag anzubieten. So wird jetzt und dann noch einmal in 14 Tagen am Hessentor galoppiert, die beiden restlichen Renntage in diesem Winter finden dann am wieder ungewohnten Donnerstag statt.

Trotz der zumindest medialen Konkurrenz durch den Fußball muss der Samstag (der erste Start ist um 16.55 Uhr) keinesfalls ein verkehrtes Datum sein. Doch ausgerechnet morgen hat der auf der Bahn tätige Gastronom den Rennverein mit einer geschlossenen Veranstaltung in der Wetthalle überrascht - dreihundert Gäste, die mit dem Rennsport nicht das Geringste zu tun haben. "Wir müssen da ein wenig improvisieren" heißt es dazu im Vereinssekretariat. So ist der Eintritt im Restaurant frei und in der sogenannten Bürgerhalle wird das Angebot aufgestockt.

Greifen morgen in Neuss ins Geschehen ein: Dennis und Peter Schiergen. FOTO: 130807K_09042

Auch sportlich hat es im Vorfeld etwas gehakt, erst am Mittwochmittag war der Renntag quantitativ unter Dach und Fach. Die vor 14 Tagen durch Deutschland gegangene Kältewelle hatte das Trainingsprogramm in den Ställen etwas durcheinandergebracht, deshalb sind die Starterfelder am Samstag übersichtlich - in den letzten drei Rennen laufen jeweils nur sechs Pferde.

Immerhin zwölf Engagements gab es für das Hauptereignis des Tages, den ersten Lauf zum Preis der Perlenkette. Drei Etappen gibt es in den kommenden Wochen, wie immer in der jüngeren Vergangenheit steigen Profi- und Amateurrennreiterinnen in den Sattel, auf Pferden, die eher dem Basissport zuzurechnen sind.

Qualitativ höher anzusiedeln sind die Rennen, in denen die Familie Schiergen in das Geschehen eingreift. Vater Peter, Co-Champion bei den Trainern, und Sohn Vinzenz, Deutscher Meister der Amateure, fehlten urlaubsbedingt bei der Championatsfeier Ende Dezember, am Samstag sind sie wieder dabei. Im sechsten Rennen sattelt der Kölner Trainer mit Manchurian ein Pferd, das in Neuss noch ungeschlagen ist. Mitte Dezember hier erfolgreich setzte er die Serie am 12. Januar fort, in beiden Fällen war Vinzenz im Sattel, er reitet natürlich erneut den Vierjährigen im Besitz von John O'Connor aus New York.

Im letzten Rennen kommt aber Bruder Dennis zum Einsatz, er schwingt sich in den Sattel der vom Vater trainierten More Than Honey. Ein Comeback nach langer Pause, denn im August hatte er sich in Baden-Baden bei einem Sturz die Hand gebrochen.

Der Kölner Sportmanagement-Student, der nebenbei als Profi reitet, nutzte die Zwangspause sinnvoll. Er absolvierte ein Praktikum beim Hong Kong Jockey Club, dessen CEO mit Winfried Engelbrecht-Bresges der ehemalige Präsident des Neusser Reiter- und Rennvereins ist. "Eine andere Welt", sagt Schiergen zum Rennsport in Hong Kong.

Wettumsätze dort erreichen in schöner Regelmäßigkeit dreistellige Millionen-Umsätze. In Euro - pro Tag.

Quelle: NGZ
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