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Lokalsport
Galopp: Kleinkorres feiert Sieg am Tag der Einheit

Neuss. Es gibt keinen Jockey, der sich nicht über einen Sieg freut. Aber es gibt Siege, die sind besonders schön und bleiben nachhaltig in Erinnerung. Es sind Erfolge mit besonderen Pferden und an besonderen Renntagen. Am Tag der Deutschen Einheit hat der Jockey Ian Ferguson (44) im Sattel des vierjährigen Wallachs Mood Indigo aus dem Stall des Neusser Trainers Axel Kleinkorres vor 13.600 Zuschauern in Berlin-Hoppegarten den Grand Prix White Turf St. Moritz gewonnen. Von Klaus Göntzsche

Es war bereits der vierte Sieg dieses Pferdes in dieser Saison und auf keiner anderen deutschen Rennbahn (vom Derbytag in Hamburg abgesehen) ist die Begeisterungsfähigkeit der Zuschauer derart ausgeprägt wie in Hoppegarten, wo der aus Krefeld stammende Rennbahn-Eigner Gerhard Schöningh Galopprennen nicht als Erledigungsmaschine abspult, sondern mit Herzblut zelebrieren lässt.

Das war auch an diesem Tag mit dem 25.pferdewetten-de Preis der Deutschen Einheit so, wo schon zum Auftakt die deutsche Nationalhymne gesungen wurde. Politische Prominenz ist Alltag, diesmal waren es der ehemalige Ministerpräsident Manfred Stolpe und der Umwelt-und Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger. Der für den Galopprennsport zuständige NRW-Minister Johannes Remmel ist noch nie auf einer Galopprennbahn gesehen worden. Die Ehrenpreise für den leichten Sieg des Neusser Pferdes überreichte White-Turf-Chef Silvio Staub, der von den geplanten Nachtrennen auf dem See schwärmte. Weil Besitzer Otto Krüger erkrankt war, übernahm seine Berliner Verwandtschaft den Ehrenpreis, der Trainer hatte die Reise in sein ehemaliges Domizil auch nicht angetreten. Der Jockey war verständlicherweise begeistert: "Das ist schon ein tolles Pferd. Ich freue mich natürlich auch, dass es bei mir so gut läuft." Seit dem Erfolg mit Pas de deux im Europa-Gruppe-Rennen in Iffezheim wird er auch von anderen Trainern und Besitzern besser gebucht, auch wenn Mood Indigoan diesem Wochenende in Berlin, Sonntag in Dresden und Montag in Dortmund der einzige Siegerblieb.

Der Neusser Trainersohn Robin Weber hat seine Führung im Amateur-Championat verteidigt, der 15-Jährige gewann in Honzrath im Saarland mit Tambora. Allerdings punktete auch Vinzenz Schiergen bei seinem Comeback mit Ottilie und wer den Ehrgeiz der mit vielen guten Pferden gesegneten Schiergen-Familie kennt, der kann sich den Rest denken: Es wird schwer für Robin Weber, den Titel zu gewinnen. Er wird am Dienstag in Neuss antreten, wenn nach Dortmund auch am Hessentor die "Winter-Saison" beginnt. Die exakte Anfangszeit steht noch nicht fest, angepeilt ist der erste Start für 16.30 Uhr. Das Comeback von Senior-Jockey Erwin Schindler (68) in Honzrath fiel übrigens aus, das Pferd war krank.

Quelle: NGZ
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