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Galopp: Manchurian ist der Favorit

Lokalsport: Galopp: Manchurian ist der Favorit
Manchurian (r.) mit Vinzenz Schiergen beim Sieg im Preis von Neuss vor Jungleboogie mit Rene Piechulek. FOTO: Klaus-Jörg Tuchel
Neuss. Das Beste kommt heute bei den sechs Rennen ab 18.05 Uhr auf der Neusser Galopprennbahn ausnahmsweise nicht zum Schluss, sondern wird gleich im ersten Rennen mit sechs Startern präsentiert. Dazu zählt der vierjährige Hengst Manchurian mit Amateur-Champion Vinzenz Schiergen. Von Klaus Göntzsche

Der 18-jährige Trainersohn kennt das Pferd des in New York lebenden Besitzers John M.B.O'Connor bestens, denn er hat ihn zuletzt ständig geritten.

Auch beim letzten Sieg am 12. Januar im Preis von Neuss ritt er ihn, als er mit Jungleboogie den Sieger des 77. Großen Preises von St. Moritz besiegte. Doch das wusste man damals noch nicht. Seinen Start danach am 30. Januar hat Manchurian dann gegen Dutch Master mit Robin Weber verloren. Dieses Pferd tritt heute nicht an, aber aus dem gleichen Stall ist mit Naaseh ein anderer Konkurrent am Start. Der Neusser Robin Weber reitet diesen Wallach aus dem unberechenbaren Stall von Lucien van der Meulen, dem pferdesportbegeisterten Autohändler aus dem niederländischen Boxmeer. Knock Out mit der Empfehlung der Sandbahnsiege aus Mons und Vabinsaru aus dem Recke-Stall könnten dem Favoriten Manchurian das Siegen schwer machen.

Die Rennpferde von Lucien van der Meulen haben in den letzten Jahren die Trainer mindestens so häufig gewechselt wie der HSV und Fortuna Düsseldorf. Auch Axel Kleinkorres in Neuss hatte schon die Ehre, derzeit erledigt der Besitzer das Trainieren selbst. Deutschlands Championjockey Andrasch Starke sitzt im zweiten Rennen auf dem van der Meulen-Wallach Lord of Leitrim, auch ein frischer Sieger und Favorit an den Wettschaltern. Lord Avonbrook ist im fünften Rennen Starkes zweiter "adeliger" Ritt in Neuss. Mit dem Wallach My Mate sattelt der schwergewichtige und lebensfrohe Besitzer und Trainer aus den Niederlanden seinen neuen England-Einlauf My Mate, den Tommaso Scardino reitet. Der deutsche Nachwuchschampion mit italienischen Wurzeln war 2015 mehrere Tage gesperrt, weil er die Berufsschule geschwänzt hatte. Seine Arbeitsstellen wechselt der 20-jährige zudem im Rekordtempo.

Im fünften Rennen lohnt schon der Blick in den Führring, denn die attraktive Ex-Reiterin und auch als Model erfolgreiche Katharina Daniela Werning wird ihr Pferd Charlize selbst führen. Ihr aus dem Trabrennsport "stammender" Ehemann Stephan Maubach will versuchen, seinen Schreibtisch in der Chefetage der Krombacher Brauerei rechtzeitig zum Rennen zu verlassen. Alexander Pietsch kennt die Eigenarten der Stute bestens. Geboten wird auch etwas für Namensfreaks, denn der verwöhnte Fußballfreund wettet vor dem Weg nach Hause im letzten Rennen kurz vor 21 Uhr den Wallach Iniesta mit Robin Weber. Pferde aus dem Kleinkorres-Stall laufen heute nicht, der Neusser Pferde-und Sportkenner gewann im belgischen Mons-Ghlin mit der Stute Hokulaya beim vierten Start das dritte Rennen und 5000 Euro.

Quelle: NGZ
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