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Lokalsport
Galopp: Reiter aus Italien und Norwegen in Neuss erfolgreich

Neuss. Lange Gesichter gab es gestern nach dem ersten der sechs Rennen auf der Neusser Galopprennbahn im Team des 19:10-Wettfavoriten Manchurian. Schon früh sendete der vierjährige Hengst Notsignale, Vinzenz Schiergen musste ihn stark unterstützen. Das half wenig, im Ziel war er weit geschlagen nur Vierter. Für den K.o. sorgte vor allem der Wallach Knock Out mit Daniele Porcu, dessen Formen aus dem belgischen Mons-Ghlin zu einem klaren Sieg vor Fürst Twen, Vabinsaru und eben Manchurian ausreichte. Von Klaus Göntzsche

Auch im zweiten Rennen verlor der Wettfavorit, Lord of Leitrim war er auf eine Quote von 11:10 herunter gewettet. Starke: "Ich hatte schon im Schlussbogen ein ganz schlechtes Gefühl." Das sollte ihn nicht täuschen, denn im Ziel war Cassilero aus dem Traditionsgestüt mit dem 22-jährigen Italiener Fabio Marcialis vorbei. Dessen Trainer Karl Demme: "Als es in die Gerade ging, war für mich alles klar. Da wusste ich, dass wir gewinnen." Für den jungen Reiter aus Sardinien war es der zweite Sieg in Deutschland.

Im dritten Rennen punktete wieder einmal Robin Weber. Der 18-jährige Neusser kämpfte mit Orotouch den Mitfavoriten Beau Dreamer nieder. Siegtrainer Ralf Rohne war bester Laune, den Ehrenpreis schenkte er einem ihm zugeneigten Berichterstatter mit der Bemerkung: "Du kannst das gut gebrauchen." Es handelte sich um ein edles Herrenparfüm.

Nach dem vierten Rennen stand der 18-jährige Norweger Philip Sonsteby bei der Siegerehrung. Er ritt die Stute Dashing Diva zu einem Acht-Längen-Sieg gegen Salimera (17:10) mit Vinzenz Schiergen und freute sich mächtig: "Es war mein 14. Sieg insgesamt." Der großgewachsene junge Mann aus der Nähe von Oslo reitet derzeit bei Peter Schiergen in Köln aus, er weilte anlässlich der Siegergala des Welt-Amateurverbandes in Köln auch in Neuss. Bei den Live-Übertragungen des französischen Turf-Sender Equidia war Neuss gestern im 35-Minuten-Abstand mit der Rennbahn von Meydan in Dubai gekoppelt. Neuss endete mit einer heftigen Verspätung, weil im dritten Rennen der aus Jerusalem bei Verden an der Aller angereiste Brendan trotz aller Mühen nicht in die Startmaschine zu bewegen war. Als der Ausschluss vom Rennen drohte und der letzte Versuch anstand, betrat er lammfromm seinen Startplatz. Im Ziel war er Vierter. Im letzten Rennen gewann erneut Early Guest mit Rene Piechulek, dem Siegreiter von Jungleboogie im Großen Preis im noblen St. Moritz. In Neuss blühte im Kreise der Experten auch der Flachs wegen der nur sechs Rennen. "Das ist ja hier wie in Ascot." Auf der königlichen Bahn in England sind Events mit sechs Rennen nichts Besonderes. Der Wettumsatz betrug nach sechs Rennen 31.189 Euro, davon rund 30 Prozent auf der Bahn.

Quelle: NGZ
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