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Lokalsport
Gamgoom schafft in Neuss mit Robin Weber den elften Sieg

Neuss. Für Jockey Alexander Pietsch läuft es gestern Abend auf der Galopprennbahn am Hessentor nicht rund - kein Sieg bei sechs Ritten. Von Klaus Göntzsche

Der vierbeinige Star der Flutlichtrennen gestern auf der Neusser Sandbahn spielte seine Rolle perfekt. Erstmals mit dem 16 Jahre alten Neusser Robin Weber im Sattel gewann der vierjährige Wallach Gamgoom sein elftes Rennen in dieser Saison. Am Ende ließ Deutschlands derzeit bester Nachwuchsreiter den Seriensieger nur austrudeln, fünf Längen trennten den 14:10 Wettfavoriten von der Konkurrenz. Gamgoom vollendete damit seine ungewöhnliche Serie dort, wo sie am 11. Januar 2015 begann und niemand dachte damals an eine derartige Erfolgsgeschichte, die auch in der Geschichte des deutschen Galopprennsports seit 1822 in Bad Doberan eine Rarität, aber nicht einmalig ist. Als Robin Weber den Seriensieger in der Zielgeraden losließ, war die Entscheidung sofort gefallen. Für Weber war es nach Dutch Master im Rennen zuvor der zweite Tagessieg im Rahmen der sieben Rennen. Gamgoom gewann damit vier seiner elf Rennen in Neuss. Drei in Berlin-Hoppegarten und je eins in Mülheim/Ruhr, Iffezheim, Ostende in Belgien und auf dem San Siro-Kurs von Mailand. Mario Hofer: "Robin hat das total souverän gemacht." Weniger gut lief es gestern Abend für Jockey Alexander Pietsch. Ihm gelang kein Sieg bei sechs Ritten, es bleibt bei seinem Vorsprung von zwei Punkten gegen Andrasch Starke. Am Dienstag in Dortmund reitet Pietsch in acht der neun Rennen. Starke kommt Anfang Dezember aus Japan zurück und hat dann noch sechs Renntage bis zum Finale am 29. Dezember in Neuss.

Der Galopprennsport ist ein Weltsport. Allein gestern bestand über das Internet-Wettportal pferdewetten.de die Möglichkeit, auf 40 verschiedenen Bahnen in den Kontinenten Australien, Nord- und Südamerika, Australien, Asien und natürlich in Europa zu wetten. Allein zwölf Rennbahnen in den USA waren im Angebot über alle Zeiten des Tages. Da mochte man beim Neusser Reiter-und Rennverein in den sieben Rennen unter Flutlicht nicht zurückstecken. Im ersten Rennen dominierte als 19:10-Favoritin die dreijährige Stute Miss Brooch mit Jockey Francesco Ladu die Konkurrenz. Sie wird in der Nähe von Budapest von Gabor Malonka trainiert, reiste aber in einem Transporter mit dem Wallach Meadow Dew aus Wien an, der im dritten Rennen allerdings frühzeitig geschlagen war. Das zweite Rennen ging durch Naseeh mit Rene van Eck nach Boxmeer in die Niederlande, doch Siege des dort tätigen Besitzertrainers Anthonius Johannes Frederikus Franzen sind in Neuss nichts Besonderes.

Franzen übernahm mit dem Erfolg von Naaseh auch die Führung im Besitzertrainer-Championat, das ihm nicht mehr zu nehmen ist, da von der einzigen Gegnerin aus Mecklenburg-Vorpommern in diesem Jahr kein Pferd mehr läuft. In diesem zweiten Rennen ging der 18:10-Favorit Vabinsaru mit Alexander Pietsch total unter und endete nur auf Platz fünf. Der nächste Franzen-Sieg war nur eine Stunde später fällig, als Robin Weber mit dem 28:10-Wettfavoriten Dutch Master frühzeitig alle Fronten klärte und dem Pferd einen klaren Sieg mit fast vier Längen Vorsprung sichert. Franzen führt damit die Meisterschaft der Besitzertrainer sogar mit zwei Punkten Vorsprung an.

Weite Reisen werden im Galopprennsport ohnehin nicht gescheut, denn auch der leidenschaftliche Besitzertrainer Manfred Türk reiste mit seiner siebenjährigen Stute Orsella aus Rosa in Thüringen an. Nervenstark gewann Stefanie Hofer mit ihr. Die kürzeste Heimfahrt neben Gamgoom nach Krefeld hatte der Wallach Belango in den Weißmeier-Stall nach Sonsbeck, Fabian-Xaver Weißmeier war der Siegreiter im sechsten Rennen. Vinzenz Schiergen sicherte im letzten Rennen seinem Vater Peter einen wichtigen Punkt im Kampf um das Trainerchampionat gegen Andreas Wöhler.

Quelle: NGZ
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