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Lokalsport
Gastspiel bei Spitzenreiter wird zum Zwillingsduell

Düsseldorf. 2. Handball-Bundesliga: Nils Artmann spielt bei den Rhein Vikings, sein Bruder Jan beim heutigen Gegner Bergischer HC Von Thomas Schulze

Nils und Jan Artmann sind am 23. Mai 1991 in Wuppertal geboren. Gemeinsam haben sie bei der HSG Düsseldorf das Handball-Abc gelernt, ehe sich ihre Wege vor fünf Jahren erstmals für zwei Jahre trennten. Nils wechselte zum OSC Löwen Duisburg, Jan zum Bergischen HC, für den er bis zum heutigen Tag spielt. Nach zwei Jahren in Duisburg schloss sich auch Nils den Bergischen an. Drei Jahre spielten sie dort gemeinsam.

Im Sommer kam Nils zum Zweitliga-Neuling Rhein Vikings, der heute (19 Uhr) in der Wuppertaler Uni-Halle antritt. "Das ist natürlich ein ganz besonderes Spiel für mich", gesteht Nils Artmann. "Schließlich habe ich drei Jahre für den Club gespielt. Und es kommt erstmals zum Familienduell, wenn ich meinem Zwillingsbruder auf dem Feld gegenüberstehe." Mit Nils Artmann, dessen sportliches Vorbild sein Zwillingsbruder ist, sind zwei Spieler von den Bergischen in die Landeshauptstadt gekommen, von denen jedoch nur einer spielen wird: Christian Hoße, der sichere Siebenmeterschütze. Hingegen wird Alexander Oelze (Bänderriss im Ellenbogen) weiter zuschauen müssen.

Aber nicht nur deshalb sind die Vikings krasser Außenseiter. Das liegt weniger an ihnen, denn sie haben als Neuling mit ausgeglichenem Punktekonto (17:17) absolut überzeugt. Eher werden sie von den Gastgebern in die Rolle gedrängt, denn der Bergische HC erfüllt seine Rolle als Titelfavorit und Spitzenreiter mit 32:2 Zählern überaus souverän. Prompt hatte Vikings-Geschäftsführer Rene Witte vom "leichtesten Spiel des Jahres" gesprochen, woraufhin er von Trainer Ceven Klatt prompt zurückgepfiffen wurde: "Das denke ich nicht, vielmehr wird es das schwerste Spiel des Jahres. Die Qualität des BHC ist in allen Bereichen hervorragend. Wir müssen versuchen, ins Spiel reinzukommen und dem BHC die Stärke wegnehmen. Ich freue mich auf das Spiel, auch wenn es ganz schwer wird."

Klatt mag denn auch keine Prognose abgeben, er hat seinen Spielern auch kein Ziel gesteckt - zum Beispiel nicht mit zehn Toren Unterschied zu verlieren oder weniger als 30 Gegentreffer zu kassieren. "Ich erwarte, dass jeder Spieler einhundert Prozent gibt, und dann bin ich als Trainer grundsätzlich zufrieden." Das ist Nils Artmann mit seiner Entscheidung, zu den Wikingern zu wechseln, auch. Natürlich gebe es zwischen dem Erstligaabsteiger und dem Zweitliganeuling Unterschiede. "Aber auch viele Ähnlichkeiten in puncto Aufwand und Professionalität." Und die Chancen beurteilt er als "nicht ganz so hoch wie in anderen Spielen".

Quelle: NGZ
 
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