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Gebrauchter Sonntag für die Bezirksligisten

Lokalsport: Gebrauchter Sonntag für die Bezirksligisten
Zu wenig: Niklas Fischel (r.) und der SV Bedburdyck/Gierath mussten gegen Grefrath eine vermeidbare Heimniederlage hinnehmen. FOTO: g. salzburg
Rhein-Kreis. In der Gruppe 4 gibt es für Gnadental, Grevenbroich und Bedburdyck/Gierath dreimal nichts zu holen. Von Christos Pasvantis

Lange Gesichter in der Bezirksliga, Gruppe 4: Zu Hause werden am zwölften Spieltag weder Gnadental noch Gierath ihrer Favoritenrolle gerecht, dem TuS stehen nach einer weiteren Niederlage unbequeme Wochen bevor.

DJK Gnadental - SSV Strümp 0:2 (0:2). DJK-Coach Jörg Ferber hatte vor den Gästen gewarnt, wirklich angekommen ist das bei seiner Mannschaft aber offenbar nicht. Frederic Klausner (18.) und Dominik Blömer (28.) bestraften die Gnadentaler Nachlässigkeiten eiskalt und brachten damit auch deren Trainer auf die Palme: "Wir haben immer eine Phase im Spiel, wo wir Bubu machen, wo wir einfach schlafen. Da hat in der ersten Halbzeit von den Kräften her alles gefehlt." Spätestens als Houssine Zinane nach einer Auseinandersetzung mit dem Schiedsrichter die Ampelkarte sah (65.), sei die Partie entschieden gewesen. Vom Aufstiegskampf will Ferber nach zuvor fünf Siegen aus sieben Spielen schon nichts mehr wissen: "Ich habe von vornerein gesagt, dass jeder Punkt, den wir holen, gegen den Abstieg ist."

SV Bedburdyck/Gierath - SSV Grefrath 1:3 (0:1). Auch die Bedburdycker hatten sich ihre Heimpleite selbst zuzuschreiben, agierten sie vor dem Tor laut Trainer Thomas Schumacher doch erneut viel zu harmlos: "Das Spiel kann auch 3:3 oder 5:4 für uns ausgehen, aber wir treffen im Augenblick nicht. Es hat heute mit Sicherheit nicht die bessere Mannschaft gewonnen." Michael Funken brachte die Gäste per Foulelfmeter nach 37 Minuten in Führung, Dennis Hoffmann (62.) und Philipp Anker (70.) erhöhten, ehe Yannik Neumann in der Nachspielzeit zu spät zum 1:3 traf. Nach drei Niederlagen in Folge ist die Spitzengruppe für den SV in weite Ferne gerückt. "Wir müssen dringend wieder in die Spur kommen", sagt Schumacher. Das wird am Samstag beim Rheydter SV aber alles andere als einfach.

DJK/VfL Giesenkirchen - TuS Grevenbroich 3:0 (2:0). Nur 45 Sekunden dauerte es gestern, bis der vom Pech verfolgte TuS seinen nächsten Nackenschlag hinnehmen musste. Nach einem von Mike Allroggen unglücklich verlängerten langen Ball traf Fabian Hermes zur Giesenkirchener Führung. "Damit war unser ganzer Plan natürlich über den Haufen geworfen. Was uns gerade widerfährt, ist brutal", fand Trainer Hermann-Josef Otten, der danach ein ausgeglichenes Spiel mit vielen Chancen seiner Mannschaft sah. Die Tore machte in Person von Erik Pöhler (18./80.) aber nur die DJK. So langsam muss Otten seinen Blick nach nur einem Sieg aus sechs Spielen also nach unten richten: "Es tut weh, aber wir müssen das jetzt nehmen wie Männer. Ich kenne das, ich habe in Gnadental jahrelang ums Überleben gespielt. Wir müssen jetzt für jeden Punkt arbeiten."

Quelle: NGZ
 
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