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Volleyball
Gelungene Premiere

Volleyball: Gelungene Premiere
Die Mädels des Westdeutschen Volleyball Verbandes spielten beim WVV-Cup in Zons in einer eigenen Liga. FOTO: ANJA TINTER
Dormagen. Der TSV Bayer Dormagen erhält für die Organisation des WVV-Cups Lob von allen Seiten. Eine Wiederholung ist nicht ausgeschlossen. Von Hendrike Spaar

Mehr als drei Stunden waren bereits vergangen, seit der letzte krachende Aufschlag übers Netz geflogen war und alle Teams längst die Heimreise angetreten hatten. Für Peter Radomski war damit das Abenteuer WVV-Cup allerdings noch lange nicht beendet: Dort noch ein Telefonat, hier noch eine Transportfahrt, um das Equipment zurück zum Höhenberg zu bringen: Der Sportliche Leiter der Volleyballabteilung des TSV Bayer Dormagen wurde noch an allen Fronten gebraucht. "Ich hatte noch keine Sekunde Zeit durchzuschnaufen", erklärte Radomski am frühen Donnerstagabend.

Dabei wäre ein bisschen Ruhe nach vier Tagen unter Volldampf genau das Richtige. Mit Leidenschaft und viel Liebe zum Detail hatten Radomski und sein Team eine wahre Mammutaufgabe über die Bühne gebracht und damit das größte Event gestemmt, das die Volleyballer des TSV je ausgerichtet haben. Sieben Teams der U 16 spielten im Heidestadion in Zons den WVV-Cup aus - ein Turnier für Landesauswahlmannschaften. "Es war unglaublich viel Arbeit und alle sind total erschöpft, aber es war ein voller Erfolg", sagte Radomski.

Und auch wenn diese Worte aus dem Mund des Sportlichen Leiters wie ein Eigenlob klingen, entsprechen sie doch der Wahrheit. So geriet der Trainer der Auswahl des Westdeutschen Volleyball Verbandes, Peter Pourie, regelrecht ins Schwärmen: "Alles war absolut perfekt - von der Organisation, übers Essen bis hin zur Unterbringen."

Und auch sportlich lief es für die favorisierten Mädels des WVV richtig gut. An beiden Tagen blieben sie ungeschlagen und sicherten sich durch einen 2:0-Erfolg im Finale gegen die Auswahl Niedersachsens den Titel. Auf dem dritten Rang landete das Team aus Bayern, das sich mit 2:0 im kleinen Finale gegen die finnischen Gäste von Salon Viesti durchsetzte. Auf den weiteren Plätzen folgten Brandenburg, Rheinland-Pfalz und das Team des TSV. Das erlebte trotz des letzten Platzes ein ganz persönliches Highlight: Im zweiten Spiel der Vorrunde gegen Bayern holten sich die Mädels von Trainer Sebastian Fischer unter dem lauten Jubel ihrer Eltern und Freunde einen Satz und übererfüllten damit alle Erwartungen. Zwei Sprungaufschläge von Shania Radomski sorgte für das 25:24 und 26:24 aus Sicht des TSV. "Das war noch mal das I-Tüpfelchen oben drauf", resümierte Radomski, "damit hatte niemand gerechnet."

Da ging es dann fast ein bisschen unter, dass der TSV bei der Siegerehrung Lob aus allen Ecken bekam. "Mein Dank geht an den TSV Bayer Dormagen für die Ausrichtung des WVV-Cups. Mit viel Herzblut und Zeitaufwand hat das Team um Peter Radomski in den vergangenen Monaten den WVV-Cup vor Ort vorbereitet", sagte WVV-Präsident Hubert Martens. Und er brachte auch gleich eine Bitte mit nach Dormagen, wie Radomski verriet: "Der WVV hat uns das Angebot gemacht, das Turnier auch im kommenden Jahr wieder auszurichten." Ob es dazu allerdings kommen wird, das muss sich erst noch zeigen: "Wir werden jetzt erstmal eine Manöverkritik mit allen machen und resümieren, was gut gelaufen ist und was nicht", sagte der Sportliche Leiter des TSV, "außerdem brauchen wir jetzt ein bisschen Zeit, um das Ganze sacken zu lassen."

Viel Zeit zum Ausruhen wird Radomski sich aber sicherlich nicht gönnen, denn schon jetzt hat er Pläne: "Ich werde alle Verbandstrainer anrufen oder anschreiben, um ein Feedback zu erhalten. Damit wir noch besser werden." Allerdings werden diese Pläne erst nach Ostern in die Tat umgesetzt.

Quelle: NGZ
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