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Gipfeltreffen am Dormagener Höhenberg

Lokalsport: Gipfeltreffen am Dormagener Höhenberg
Rommerskirchens Mittelfeldmotor Kevin Lemacher (M.) konnte unter der Woche wegen einer Erkältung nicht trainieren, wird aber wohl zumindest als Einwechselspieler mithelfen können. FOTO: a. woitschützke
Rhein-Kreis. Der Spitzenreiter der Bezirksliga empfängt Verfolger Rommerskirchen. Im Neusser Derby geht es um Punkte gegen den Abstieg. Von Christos Pasvantis

Auch wenn es für die Aufstiegsfrage noch lange keinen entscheidenden Charakter haben dürfte, wird das Ergebnis des Spitzenspiels am Sonntag (15 Uhr) wohl zumindest die Richtung vorgeben, in die sich das Bezirksliga-Titelduell zwischen Dormagen und Rommerskirchen entwickelt. Gleiches trifft auch auf das Abstiegsduell in Holzheim zu. Uedesheim und Kaarst stehen vor Pflichtaufgaben.

TSV Bayer Dormagen (1.) - SG Rommerskirchen/Gilbach (2.). Da seine Mannschaft spielfrei war, nutzte SG-Trainer Oliver Lehrbach den vergangenen Sonntag zum Studium des Dormagener 5:0-Sieges gegen den TuS Grevenbroich. Wirklich große Erkenntnisse konnte der Coach, der bereits nach einer guten halben Stunde genug gesehen hatte, daraus aber nicht ziehen: "Grevenbroich war schon erschreckend schwach. Dormagen war dem Gegner in Sachen Athletik und Schnelligkeit um mindestens eine Klasse überlegen." Dass es gegen den ärgsten Verfolger nicht ganz so einfach werden dürfte, glaubt auch TSV-Trainer Carlos Perez: "Rommerskirchen ist ein ganz anderes Kaliber. Wir wissen nicht, wie die nach der langen Pause drauf sind, wollen das Heimspiel aber auf jeden Fall gewinnen. Wenn man aufsteigen will, muss man zu Hause seine Punkte holen." Die Gäste bewiesen derweil mit einem 0:0-Testspielremis gegen den Landesligisten SC Erftstadt, dass sie ebenfalls in Form sind. Ausfallen werden wohl Andreas Müller, Marco Lipinski und Dirk Drechsler, Kevin Lemacher fehlte unter der Woche krank. Perez will trotz des Auftaktsieges nicht zwingend an seiner Startelf festhalten: "Für ein, zwei Überraschungen bin ich immer gut, auch wenn es gut läuft."

Holzheimer SG (13.) - DJK Gnadental (11.). Die Neusser Klubs befinden sich vor dem Derby in einer gefährlichen Situation. Wirklich akut scheint die Abstiegsgefahr angesichts von sechs (HSG) und acht (DJK) Punkten Vorsprung auf den Tabellenkeller nicht zu sein, da auch von den Verfolgern kein großer Druck erzeugt wird. Wie schnell alles gehen kann, weiß allerdings niemand besser als die im Überlebenskampf erprobten Konkurrenten. "Wir brauchen Punkte und wollen uns den Sieg holen, den wir gegen Meer liegen lassen haben", fordert Holzheims Trainer Guido van Schewick, der am vergangenen Sonntag nur ein 1:1 gegen den Tabellenvorletzten holte. Nicht mitwirken können seine Torhüter Matthias Dausend und Sebastian Güntgen sowie Oliver Esser. Auch in Gnadental haben sich die Personalsorgen weiter verschärft. Leon Schäfer und Daniel Gohr fehlen, dafür kann Innenverteidiger Volkan Özkan wieder auflaufen. "Ohne ihn wüsste ich auch nicht, was ich tun soll", sagt Coach Jörg Ferber, der trotz allem glaubt: "Meine elf Mann werden die Kohlen aus dem Feuer holen."

SV Uedesheim (4.) - SC Schiefbahn (17.). Für seine Spieler sollte die Partie gegen das Schlusslicht machbar sein, für Trainer Guido Kopp ist es die schwierigste Aufgabe der Saison: "Ich muss die Jungs erreichen und hoffen, dass sie es von Anfang an ernst nehmen." Um seine Aufstellung macht er nach dem 2:0 gegen Neuwerk dabei kein Geheimnis: "Es fangen die elf an, die am Sonntag aufgehört haben."

SG Kaarst (5.) - Blau-Weiß Meer (16.). Nahezu identische Aufgabe für die SG und Trainer Dirk Schneider, der warnt: "Solche Spiele sind Kopfsache. Meer ist schwer zu bespielen, da musst du hochkonzentriert bleiben." Dennis Brune, der beim 2:0 gegen Schiefbahn beide Tore machte, könnte für den abwesenden Florian Cronen beginnen. Schneider: "Nach dieser Leistung hat er sich das verdient."

VfL Willich (12.) - TuS Grevenbroich (7.). Das Debakel in Dormagen hat bei TuS-Trainer André Theißen Spuren hinterlassen: "Man kann da sicher verlieren, aber natürlich nicht so." Seine Spieler, die das Hinspiel mit 1:3 verloren, nimmt er daher in die Pflicht: "Wir haben in Willich etwas gutzumachen."

SV Lürrip (6.) - SC Kapellen II (9.). SCK-Trainer Torsten Müllers, der gerade seine B-Lizenz erwirbt, kann nach dem 2:1-Auftaktsieg gegen Willich etwas entspannter ins Wochenende gehen. Auch wenn Maurice Girke und Jan Bresser in der Erstvertretung aushelfen, will er nachlegen: "Jeder hat den Anspruch, zu spielen. In Lürrip können die Spieler mir zeigen, dass der auch gerechtfertigt ist."

Quelle: NGZ
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