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Lokalsport
Gleich zweimal in Hamburgs "Schluckbude"

Neuss. Der Neusser Galopp-Trainer Trainer Axel Kleinkorres gewinnt in Hamburg-Horn zwei Rennen. Von Klaus Göntzsche

Die Gespräche über den Sieg des Fuchshengstes Matchwinner in der sogenannten Schluckbude auf der Galopprennbahn von Hamburg-Horn waren noch nicht zu Ende geführt, als der Neusser Trainer Axel Kleinkorres den begehrtesten Raum der Rennbahn verließ: "Ich muss satteln." Es dauerte nicht lange, da erschien er schon wieder dort, wo die Vorstandsdamen-und Herren und die Sponsoren die Sieger der Rennen zu ehren pflegen.

Kleinkorres gelang es am dritten Tag der Derbywoche, zwei Rennen hintereinander zu gewinnen. Es ging mit dem vierjährigen Hengst Matchwinner los. Er trat als klarer Favorit im Preis der Sparkasse Holstein über 2400 Meter an und wurde dieser Rolle letztlich voll gerecht. Im Sattel saß der Belgier Stephen Hellyn, der den eigentlich dafür vorgesehenen, aber verletzten Schotten Ian Ferguson vertrat. Ferguson hatte sich am Tag zuvor im belgischen Mons-Ghlin am Fuß verletzt und konnte den sehr aussichtsreichen Ritt in Hamburg nicht ausführen.

Dort gewann Kleinkorres ein Rennen mit Mountain View. Kleinkorres: "Für ihn tut es mir schon sehr leid." Der Sieg von Marchwinner war allerdings mit kleinen Aufregungen wegen des Verdachts von Behinderungen verbunden, die Rennleitung nahm sogar eine Überprüfung vor, doch zu einem Protestverfahren kam es nicht. Kleinkorres: "Ich habe keine Sekunde an seinem Sieg gezweifelt." Es sah dann auch gut aus, wie der Neusser Favorit auf den letzten Metern zum Sieg flog, auch wenn der Abstand zum Zweiten nicht so groß war. 6000 Euro gab es für Besitzer Jens Schwarma. Der Sieg von Matchwinner machte schon Appetit auf mehr, auch wenn die Ankündigung von Axel Kleinkorres wohl eher ein Scherz war: "Er läuft am 3. Oktober in Longchamp." An diesem Tagwerden dort zahlreiche Weltklasserennen entschieden. Das wäre des Guten zu viel.

Der zweite Kleinkorres-Sieger trug den Namen Mood Indigo und auch hier saß Stephen Hellyn im Sattel. Es wurde allerdings erheblich enger als bei Matchwinner, doch Zielfotograf Andreas Cassuben konnte den Vorteil des Neusser Pferdes deutlich erkennen. Die Gespräche mit Albert Darboven, dem Vorsitzenden Eugen-Andreas Wahler und dem Besitzer-Ehepaar Linda und Otto Krüger wurden fortgesetzt. Diesmal ging es auch um die sportliche Vergangenheit von Axel Kleinkorres als Trabrennfahrer-und Trainer und als talentierter Dreispringer, wobei diese Karriere verletzungsbedingt endete.

Kleinkorres blieb in Hamburg, denn morgen laufen mit Szoff im Lotto-Hamburg-Preis auf Europa-Gruppe-Niveau und Macchivelli im NH Hotel-Rennen zwei weitere aussichtsreiche Starter seines Stalles Den Weg vom Siegerpodest zur Schluckbude kennt er schließlich.

Quelle: NGZ
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