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Lokalsport
Gnadental fehlt Remis zum Ligaverbleib

Rhein-Kreis. Verliert die DJK in der Bezirksliga nicht in Meer, ist ihr der Klassenverbleib nicht mehr zu nehmen. Dormagen zittert am Mittwoch in Neuwerk zwar kurz, bleibt aber dennoch auf Meisterkurs. Rommerskirchen hofft weiter auf Patzer. Von Christos Pasvantis

So richtig interessant wird es in den letzten Saisonwochen der Bezirksliga nur noch für drei Mannschaften - und aus diesem Trio könnte sich die DJK Gnadental bereits morgen verabschieden. Dormagen und Rommerskirchen hoffen noch auf den Aufstieg.

Sportfreunde Neuwerk - TSV Bayer Dormagen 1:2 (0:1). Als Jens Lennartz am Mittwochabend nach 65 Minuten für Neuwerk per Freistoß zum Ausgleich traf, dürfte der eine oder andere Dormagener kurz wacklige Knie bekommen haben. Ein Ausrutscher bei einem Abstiegskandidaten war im weiterhin engen Aufstiegsrennen sicherlich nicht eingeplant. Doch weil Volker Helm nur fünf Minuten später per Elfmeter die Führung wiederherstellte, konnte Trainer Carlos Perez durchatmen: "Klar, wir waren nach dem Gegentor sicherlich kurz verunsichert. Die Mannschaft hat aber die richtige Reaktion gezeigt und sofort weitergespielt." Dass es nach Bek Osajs Führungstor (32.) überhaupt zum Ausgleich kam, ärgerte Perez hingegen: "Wir haben zwar behäbig angefangen, nach unserem Tor dann aber eine Chance nach der anderen vergeigt. Dieses Spiel hätten wir sicherlich früher entscheiden können." Dass angesichts der bevorstehenden Pfingstpause vor dem Endspurt nun zwei Wochen Pause auf dem Plan stehen, begrüßt der Trainer: "Die Jungs gehen auf dem Zahnfleisch, am Mittwoch sind drei weitere Spieler ausgefallen. Uns werden diese zwei Wochen mit Sicherheit gut tun."

Blau-Weiß Meer (14.) - DJK Gnadental (12.). Wenn die DJK angesichts von aktuell acht Punkten Vorsprung auf die Abstiegsränge noch absteigt, müsste es wohl mit höheren Mächten zugehen. Um sicherzugehen, reicht Gnadental in Meer schon ein Zähler. "Bei einem Unentschieden sind wir durch, wir wollen es so früh wie möglich erledigen und das Spiel gewinnen", sagt Trainer Jörg Ferber. Der 3:1-Sieg gegen Kapellen habe für zusätzliches Selbstvertrauen gesorgt: "Da haben wir nicht schlecht gespielt. Die Mannschaft ist gut drauf und auch die Stimmung ist nach diesem Sieg gut." Dass auch im Fall des Klassenverbleibs die vor der Saison gesteckten Ziele nicht erreicht wurden, weiß Ferber natürlich: "Wir hatten andere Vorstellungen. Man muss aber auch sagen, dass es unter diesen Bedingungen und mit den ganzen Verletzten schwer war." Im Sommer soll sich das Gesicht des Kaders erneut verändern, dabei ist wohl auch eine Verjüngung der Mannschaft geplant. Den Verein verlassen werden Sa und Salva Franciamore, die als Trainer nach Nievenheim zurückkehren sollen.

SC Kapellen II (9.) - SG Rommerskirchen/Gilbach (3.). Auch wenn Rommerskirchen einen Sieg nach dem anderen holt, will der Vier-Punkte-Rückstand auf den TSV Meerbusch II (spielte gestern Abend beim PSV Mönchengladbach) und den Relegationsplatz einfach nicht schrumpfen. Trainer Oliver Lehrbach hat die Hoffnung aber noch nicht aufgegeben: "Ich kann mir nicht vorstellen, dass Meerbusch das bis zum Schluss durchzieht. Die haben in den letzten Wochen schon ein wenig Glück gehabt. Wir hoffen natürlich darauf, dass sie patzen. Im Fußball erlebt man doch permanent Sachen, mit denen niemals jemand gerechnet hätte." Um die kleine Chance zu wahren, sind natürlich vier Siege im Saisonendspurt Pflicht: "Wir müssen unsere Hausaufgaben erledigen, Woche für Woche wach bleiben und jedes Spiel gewinnen." Bei einer Kapellener Reserve, die nur eins ihrer jüngsten acht Spiele gewann, sollte dies machbar sein.

Weiterhin spielen: Der SV Uedesheim empfängt den Abstiegskandidaten VfL Willich, der TuS Grevenbroich ist beim 1. FC Mönchengladbach II zu Gast. Die Holzheimer SG duelliert sich mit dem SSV Strümp um Platz zehn und die SG Kaarst versucht auswärts im direkten Duell, den Rückstand auf den Tabellenvierten SV Lürrip zu verkürzen.

Quelle: NGZ
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