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Lokalsport
Grevenbroicher nehmen ihren Citylauf an

Grevenbroich. Knapp 1100 Läufer trotzen dem regnerischen Wetter und laufen ihre Runden durch das Stadtzentrum. Von Sophie Rhine

Um 18 Uhr am Freitagabend fiel der Premieren-Startschuss zum Grevenbroicher Citylauf und rund 56 Kinder und Eltern machten sich auf die 700 Meter lange Strecke. Auch die Schülerläufe und die 3x1100-Meter-Staffel mit 27 Mannschaften gingen problemlos über die Bühne, ehe dann zwei Stunden später der Startschuss für den Hydro-Lauf über drei Runden, also fünf Kilometer, fiel. Richard Wilke von der Aachener TG war hier in einer Zeit von 16:19 Minuten der Schnellste; und der Neusser war im Anschluss nicht nur mit seiner Leistung zufrieden: "Die Veranstaltung hat mir insgesamt sehr gut gefallen. Die Strecke war zwar etwas kurvig, aber sehr abwechslungsreich und schnell. Der Regen war doof, sonst war es echt cool."

Nachdem alle 354 Athleten heil im Ziel angekommen waren, ging es ohne Verschnaufpause direkt mit der doppelten Distanz weiter. Pünktlich zum Start fing es zwar an zu regnen, doch das tat weder der Stimmung der Zuschauer, noch der der Sportler einen Abbruch. Während vor dem Rathaus schon jeweils die drei Ersten jeder Altersklasse aus den vorigen Läufen geehrt wurden, drehten 157 Sportler unbeirrt ihre Runden durch Stadt und Park.

Schon nach der ersten Runde schien der Sieger festzustehen, da Nikki Johnstone von der Internationale Schule am Rhein (ISR) sich schon deutlich vom Rest des Feldes abgesetzt hatte. Der Vorsprung wurde immer größer, nach 32:47 Minuten lief der Neusser ins Ziel - exakt sechs Minuten vor dem Zweiten, Jochen Kox von der DJK Kleinenbroich. Auch er lobte die gelungene Premiere des Citylaufes: "Es war eine super tolle Stimmung. Man wurde überall auf der Strecke angefeuert, sogar von den überrundeten Läufern. Es war ein perfekter Freitagabendlauf!"

Als erste Frau überquerte Daniela Bach vom 1. FC Grevenbroich-Süd nach 40:13 Minuten die Ziellinie. Ihr Start schien zunächst fraglich, da sie am Tag darauf bei den NRW-Seniorenmeisterschaften antrat (und die 800 Meter gewann), aber als Grevenbroicherin wollte sie sich die Teilnahme am ersten Lauf in ihrer City nicht nehmen lassen: "Es hat super Spaß gemacht, ich hatte erst Angst, dass die Strecke rutschig wird, aber das ging. Das Publikum war klasse."

Bei so viel positivem Feedback konnte auch Bernd Juckel, Chef des Organisatorenteams, nur zufrieden sein: "Unterm Strich hat alles geklappt. Es gibt immer Sachen, die man noch optimieren kann, besonders beim ersten Mal, aber es hat gut hingehauen." Allerdings habe der Lauf auch im Vorfeld viel Arbeit bedeutet: "Viel mehr als der Crosslauf in Neukirchen. In der Stadt muss man viel mehr bedenken und beachten. Ohne die Hilfe von zahlreichen Grevenbroicher Unternehmen hätte das alles nicht geklappt." Aber der Aufwand habe sich gelohnt: "Wir haben sehr viel Lob bekommen. Die Resonanz war viel höher als erwartet und gerade aus der Stadt haben viele Geschäfte und Vereine teilgenommen. Man hat gesehen, dass Grevenbroich den Lauf vollständig angenommen hat."

Quelle: NGZ
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