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Lokalsport
Hamburg profitiert von der Unfähigkeit der Gladbacher

Mönchengladbach. Ein kleiner Schritt für den Hamburger SV, ein besonderer Tag für René Adler. "Das war eine geile Schlacht, ich mag sowas. Zwei Elfmeter gegen mich, die dann auch noch beide nicht erfolgreich sind, hatte ich, glaube ich, auch noch nicht", sagte der HSV-Torhüter nach dem 0:0 bei Borussia Mönchengladbach und seinem ersten Spiel ohne Gegentor in dieser Saison. Für Trainer Markus Gisdol war es der erste Punktgewinn mit seinem neuen Team.

Beim schwer erkämpften 0:0 profitierten die zudem eine Stunde in Unterzahl agierenden Hanseaten aber auch von der Unfähigkeit der Gladbacher, die mit einem Spieler mehr und zwei nicht verwandelten Elfmetern die ersten Punkte nach zuvor zehn Heimsiegen vor eigenem Publikum abgaben. "So ein Spiel hat man einmal in zehn Jahren", befand Gladbachs Trainer André Schubert. Es war in der 25. Minute eigentlich angerichtet für die Gladbacher, als Cleber für sein Foul im Strafraum die Rote Karte sah und André Hahn zum Elfmeter antrat - doch Adler hielt. Beim zweiten Strafstoß von Lars Stindl kam das nötige Glück aus HSV-Sicht dazu, denn der Gladbacher Kapitän traf nur die Querlatte. Bis zum Ende wehrte sich die HSV und verhinderte den Gladbacher Siegtreffer. "Sie haben aufopferungsvoll verteidigt", befand Borussias Sportdirektor Max Eberl.

Die Gladbacher müssen sich vor dem wichtigen Champions-League-Spiel bei Celtic Glasgow am Mittwoch vor allem in der Offensive steigern. Das Fehlen der angeschlagenen Torjäger Thorgan Hazard (7) und Raffael (6) machte sich bemerkbar. "Gerade in solchen Situationen sind solche Spieler von besonderer Bedeutung", meinte Borussen-Coach André Schubert. Ob sie in Glasgow spielen können, wo die Borussia die ersten Punkte in der Königsklasse einfahren will, bleibt offen. Mit nur einem Sieg aus den letzten fünf Pflichtspielen geht es in Glasgow nicht nur um die Trendverbesserung, sondern vor allem um den Verbleib im europäischen Wettbewerb.

(dpa)
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