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Lokalsport
Handball: Für Neusser HV ist ein Heimsieg absolute Pflicht

Neuss. Drei Spiele, 2:4 Punkte - nicht unbedingt die Startbilanz eines Aufstiegskandidaten. Und ganz genau darum hat René Witte, Trainer des Handball-Drittligisten Neusser HV, den Auftritt seiner Mannschaft im Derby bei der ebenfalls hochgehandelten HSG Krefeld (26:32) bis ins letzte Detail auseinandergepflückt. Das Fazit von HSG-Geschäftsführer Thomas Wirtz: "So hart es klingt, aber das war schon fast ein Klassenunterschied", kann er darum nicht nachvollziehen. "Ein Klassenunterschied - ob es das war? Wir haben verdient verloren, klar. Fakt ist aber auch: Wir haben das Spiel 25 Minuten bestimmt und hätten zur Pause eigentlich 14:10 oder 15:11 führen müssen." Von Dirk Sitterle

Abgehakt ist die Partie auch vor dem Heimspiel morgen Abend (Anwurf 19 Uhr) in der Hammfeldhalle gegen den noch punktlosen Aufsteiger ATSV Habenhausen aus Bremen darum noch längst nicht. Natürlich beschäftigten Witte in seiner Rückschau die 22 Minuten, in denen Krefeld mit einer Serie von 17:6-Toren vorentscheidend davonzog, doch vielmehr ärgerte ihn, dass es seine Jungs nach einem Drei-Tore-Vorsprung (8:5/19.) in fast schon fahrlässiger Art und Weise versäumt hätten, sich deutlicher vom Gegner abzusetzen. "Da haben wir unsere Angriffe zu schnell abgeschlossen und einfach zu viele Fehler gemacht." Als Hinweis auf den weiteren Verlauf der Saison sieht er diese Partie freilich nicht: "Mit Niklas Weis, Bennet Johnen und Marcus Bouali hätte die Sache völlig anders ausgesehen."

Dumm nur, dass Weis, der nach seiner Hand-OP erst in rund vier Wochen wieder ins Geschehen eingreifen kann, und Johnen (Muskelfaserriss) auch morgen Abend passen müssen. Bouali, mit Kurzeinsatz in Krefeld, fehlt nach verletzungsbedingter Pause komplett die Wettkampfhärte. Bei Linksaußen Max Murawski, dessen Job der erstligaerfahrene Routinier Markus Breuer übernehmen wird, verhindert das berufliche Engagement einen Einsatz. Gegen Habenhausen muss die Qualität des NHV jedoch einfach reichen. Witte mahnt zwar pflichtgemäß vor dem Schlusslicht, "mit Leichlingen und Fredenbeck hatten die wirklich ein Top-Auftaktprogramm", lässt an seinen Absichten aber keinen Zweifel: "Da sind zwei Punkte Pflicht!"

Zumal sich in Bremen nach der recht enttäuschenden 22:26-Niederlage gegen die HSG Varel-Friesland schon so etwas wie Frust breitgemacht hat. "Ich weiß auch nicht, was bei uns los ist", rätselte Mannschaftskapitän Björn Wähmann, der seinen Teamkollegen noch in der Halle vor den Augen der Zuschauer einen gewaltigen Einlauf verpasst hatte. Und Trainer Lars Müller-Dormann stellt mit Blick aufs Ergebnis ungehalten fest: "An den 22 Toren kann man sehen, was bei uns los sind. Wir brauchen viel zu viele Chancen und machen die Dinger nicht rein. Und das von der ersten Minute an." Witte ist trotzdem auf der Hut, verweist auf die "sehr kompakte 6:0-Deckung" der Hansestädter und auf deren "starke erste Welle. Die laufen tierisch schnell nach vorne. Da gilt es für uns, einen klaren Kopf zu bewahren und unsere Chancen konsequenter zu nutzen als zuletzt. Habenhausen hat gegen Fredenbeck und Varel nicht umsonst lange mitgehalten. Wir müssen extrem konzentriert ins Spiel gehen."

Quelle: NGZ
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