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Lokalsport
Handball: TSV fehlen in Longerich die Alternativen

Dormagen. So hatte sich Alexander Koke sein letztes Spiel auf der Trainerbank des TSV Bayer Dormagen nicht unbedingt vorgestellt: Im Lokalderby der 3. Handball-Liga West kamen seine Schützlinge in der ausverkauften Sporthalle der Gesamtschule Chorweiler mit 30:41 (Halbzeit 13:16) beim Longericher SC unter die Räder.

Einen Vorwurf wollte der 37-Jährige, der seine Handball-Laufbahn als Spieler, Spielertrainer und Trainer vorerst beendet, um sich ganz seinem Lehrauftrag an der Universität Halle/Saale widmen zu können, keinem machen. Höchstens dem Termingestalter beim Deutschen Handball-Bund. Denn weil die A-Jugendlichen gleichzeitig im Viertelfinale der Deutschen Meisterschaften in Wetzlar und Junioren-Nationalspieler Ian Hüter beim Dreiländerturnier in Frankreich beschäftigt waren, standen ihm am Samstagabend gerade mal zwei Torhüter und acht Feldspieler zur Verfügung, davon drei "gelernte" Linksaußen. "Damit waren die Wechselmöglichkeiten natürlich extrem eingeschränkt", sagte Koke.

Im Rückraum mussten Kevin Christopher Brüren, mit 11/1 Toren erfolgreichster Werfer, Jonathan Eisenkrätzer (3) und Max Bettin, der bei seinem letzten Auftritt im Bayer-Trikot sieben Mal traf, 60 Minuten durchspielen. Bis zur Pause blieben die Gäste trotzdem auf Augenhöhe, dann ließ die Konzentration vor allem im Abschluss nach: "Wir haben Longerichs Torhüter zum Weltmeister geworfen", sagte Koke. Das Fatale: Fast jede Parade von Valentin Inzenhofer führte zu einem Gegenstoß und angesichts müder Gäste beine beinahe zwangsläufig zu einem Tor für die Hausherren, bei denen Benjamin Richter (10/6), Tim Hartmann und Jimmy Hoffmann (je 6) am erfolgreichsten waren. Außerdem patzten die Dormagener gleich vier Mal vom Siebenmeterpunkt.

Ihren vierten Tabellenplatz hatten die Bayer-Handballer schon vor der zweithöchsten Saisonniederlage sicher. In Kokes Augen das Optimum dessen, was erreicht werden konnte: "Neuss, Hagen und Longerich waren in dieser Saison einfach stärker und stehen zu Recht vor uns." Doch für die kommende Spielzeit unter seinem Nachfolger Ulli Kriebel sieht er den TSV gut gerüstet: "Die Jungs haben das Zeug, oben mit zu spielen."

(-vk)
 
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